17.09. Tagesfahrt nach Trier

Samstag, 17.09.2011, 8:30 Uhr

Tagesfahrt nach Trier

…“Es ist eigentümlich, wie stark die untergegangene römische Kaiserstadt in Trier fort- wirkt, in die mittelalterliche Stadt hineingelebt und sie zum Teil überdauert hat…“
(Ricarda Huch 1864 – 1947, in: Trier und Reformation)

Trier, eine der ältesten deutschen Städte, ist seit jeher unter vielerlei Aspekten eine Reise wert. Die Exkursion wird dieses Mal das geistliche Trier mit seinen beeindruckenden Kirchenbauten (einschließlich der Ausgrabungen mit neuen Erkenntnissen zu Datierung und Nutzung frühchristlicher Kultstätten), Museen und anderen Hinterlassenschaften der Jahrhunderte in den Blick nehmen.
Der gewaltige, bauhistorische a.o. interessanter Baukomplex Dom / Liebfrauen, einschließlich des noch deutlich ablesbaren Immunitätsbezirks und des Domfreihofs mit erhaltenen Kurienbauten, steht dabei im Mittelpunkt. Die Bedeutung Triers im Mittelalter –nach Niedergang und Zerstörung in der Zeit der Völkerwanderung und im verheerenden Normannensturm 882 - ist untrennbar verbunden mit der Herrschaft der Erzbischöfe und Kurfürsten. So soll die Zeit des „Alten Reiches“ in besonderer Weise Gegenstand der Erkundung sein.

Die im April / Mai 2012 in Aussicht genommene Wallfahrt zum Heiligen Rock bietet eine gute Gelegenheit, die Reliquienverehrung der katholischen Kirche und die Geschichte der Trierer Wallfahrt darzustellen. Der Dom zu Trier als „Gesamtkunstwerk“ ist ohne diese Kenntnis in seiner baulichen spirituellen und liturgischen Ausrichtung und Ausstattung nicht zu verstehen. Bei ihrer bislang letzten Zeigung 1996 war die Tunika Christi im Übrigen ein beeindruckendes Zeugnis der Ökumene, Zeichen der noch unerfüllten Sehnsucht nach einer ungeteilten Christenheit.

Leitung: Franz-Josef Küpper

Kosten: 20,- €



Samstag, 17. September 2011

13.09. Vortrag: "Erzbischof Egbert von Trier (977 – 993)"

Dienstag, 13.09., 18:00 Uhr: Vortrag im Casino

„Erzbischof Egbert von Trier (977 – 993) – Kanzler des Reiches, Metropolit einer Kirchenprovinz und Förderer der Künste“

Erzbischof Egbert leitete in bewegter Zeit die Kirche von Trier. Zunächst unter Kaiser Otto II. (*983), dann unter der für den jungen Otto III. geführten Vormundschaftsregierung der Kaiserinnen Theophanu (+991) und Adelheid (+999).

Gefördert von Erzbischof Bruno von Köln (953 – 965), des Bruders Kaiser Ottos I., wurde er Mitglied der Hofkapelle und 976 Kanzler für Deutschland und Italien. Nur ein Jahr später berief ihn Otto II. zum Oberhirten der Kirchenprovinz Trier.

Das ottonische Reichskirchensystem stellte ihm und seinen bischöflichen Amtsbrüdern vielfältige Aufgaben politischer und kirchlicher Natur. Egbert nahm diese Herausforderungen an und verstand es darüber hinaus in herausragender Weise, den Künsten in seiner Bischofsstadt ein Zentrum zu geben. Vorzügliche Werke ottonischen Kunstschaffens sind eng mit seinem Namen verbunden. Dabei ist es im Nachhinein von besonderem Reiz, dass in Egberts Todesjahr (993) der Sachse Bernhard zum Oberhirten in Hildesheim berufen wird. Er ist es, der die künstlerischen Ambitionen der Zeit, die Egbert so ausdrucksvoll verkörperte, zu neuem Glanz führen wird. 

Referent: Franz Josef Küpper



Dienstag, 13. September 2011

Im Kaiserreich – Die Zeit Wilhelms II. im Kreis Euskirchen

Band:  JG 13
Autor: 15 Autoren
Preis: 5,00 €

Über die Publikation:
Im Sommer 1998 hat das Kreismuseum Blankenheim mit der Ausstellung "Vom Kaiserreich zur Republik" die Rückschau auf das zuende gehende Jahrhundert eröffnet. Mit dem Aufsatzband wird das Ausstellungsthema vertieft. Der Geist der wilhelminischen Kaiserzeit war im Reichsgebiet wie im Kreis ein obrigkeitlicher, aber zugleich durch die dynamischen Kräfte der nationalen Größe und des technisch-wirtschaftlichen Fortschritts geprägt. Das Bewusstsein, an den "herrlichen Zeiten" teilzuhaben, formte das zeitgenössische Handeln und Denken. Es war im aufstrebenden Kleinbürgertums Euskirchens ausgeprägter als in den Dörfern. Ein borussisch-kaisertreuer Sinn bestimmte das Staatsleben und den gesellschaftlichen Alltag. Er war auch im kirchlich-katholischen Milieu vertreten, wo man nach dem Kulturkampf bemüht war, als gute und damit patriotische Deutsche zu erscheinen.


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Dienstag, 6. September 2011 • Kategorie: Publikationen