Studienfahrt zum Restaurierungszentrum des Historischen Archivs der Stadt Köln


 








Mittwoch, 25. Juli 2012

Studienfahrt am 15. September 2012

Samstag, 15.09.2012

"Schloss- und Burgherren öffnen ihre Türen": Schloss Gracht, Burg

Konradheim und Erzbischöfliches Schloss Lechenich

Abfahrt: 9.00 Uhr am Busbahnhof Euskirchen (8.45

Uhr Kreisverwaltung), Rückkehr: ca. 15.30 Uhr

Schloss Gracht

Schloss Gracht (Stadt Erftstadt, Pressestelle)

Die Exkursion führt zu den kunsthistorischen Höhepunkten im Norden des Altkreises Euskirchen. Zuerst wird ein beachtenswertes Bauensemble, das weit über die Rheinlande hinaus von Bedeutung ist, im Rahmen dieser Führung ausführlich vorgestellt: das Wasserschloss Gracht (von 1542 bis 1957 Stammsitz der Reichgrafen Wolff Metternich zur Gracht; seit 1976 Universitätsseminar der Wirtschaft bzw. ESMT) mit seinem bedeutenden Park im französischen und englischen Stil. Nach einer kurzen Einführung in die Ortsgeschichte wird den Teilnehmern die Schlossanlage, ihre abwechslungsreiche Baugeschichte sowie ihre äußere und innere Gestaltung erläutert. Eine Besichtigung der hochwertig gestalteten Innenräume, die unter dem Einfluss des Historismus gestaltet wurden, steht ebenfalls auf dem Programm. Im Anschluss hieran findet die Besichtigung des weitläufigen Parks statt.

Burg Konradsheim

Burg Konradsheim

(Stadt Erftstadt, Pressestelle)

Es folgt die Besichtigung der spätmittelalterlichen Burg Konradsheim. Die Ursprünge dieser Wasserburg, die 1,3 km nördlich von Lechenich liegt, reichen zurück bis in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. 1337 übertrug Ritter Arnold von Buschfeld dem Kölner Erzbischof Walram von Jülich das Offenhausrecht an seiner Burg. Das repräsentative spätgotische Wohnhaus (erneuert 1548) wurde im 20. Jh. mehrmals umfangreich restauriert. Im Innern beeindrucken besonders der ehemalige Rittersaal sowie der hölzerne Dachstuhl aus der Erbauungszeit.

Das Mittagessen wird zwischen 12.30 Uhr und 14 Uhr im Restaurant "Amtsgericht" in Lechenich (Markt 20-22) auf eigene Kosten eingenommen.

Den Abschluss bildet die erzbischöfliche Landesburg in Lechenich, die zu den "bedeutendsten Burganlagen" im Rheinland zählt (P. Clemen). Unter den Erzbischöfen Heinrich II. von Virneburg, Walram von Jülich und Wilhelm Gennep entstand von 1306 bis ca. 1355/60 in zwei größeren Bauabschnitten - in Anlehnung an den mitteleuropäischen Kastelltyp - ein repräsentatives Residenz- und Verwaltungsschloss im Stil der späten Hochgotik als weithin sichtbares Zeichen der Konsolidierung des Territorialbesitzes. Das Lechenicher Schloss diente vom zweiten Drittel des 14. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts den Kölner Erzbischöfen neben der Godesburg und den Burgen bzw. Schlössern in Poppelsdorf, Brühl und Zons als bevorzugter Aufenthalts-, Tagungs- und Verhandlungsort. Darüber hinaus wurde das Schloss bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts als kurkölnisches 'Gästehaus' genutzt. 1689 wurde das Hochschloss durch abziehende französische Truppen in Brand gesteckt; danach setzte der Verfall des Hochschlosses ein. Die geräumige barocke Vorburg war bis 1797 administratives Zentrum des Amtes Lechenich sowie Sitz des Gerichts und des Oberkellners. Seit der Säkularisation befindet sich die gesamte Anlage in Privatbesitz. Jetziger Eigentümer ist der Rechtsanwalt Ico Prinz Reuß.

Schloss Lechenich

Schloss Lechenich

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Ansicht der Schlossruine von Südwesten, Fotographie von Hermann Jansen (Köln) um 1910 (SLG. Bartsch)

Die Teilnehmerkarten sind ab dem 15. August 2012 in der Buchhandlung Rotgeri, Bahnhofstr. 16, 53879 Euskirchen erhältlich.

Leitung: Dr. des. Frank Bartsch

Die

Teilnehmerzahl ist auf 35 Personen begrenzt!

Kosten:

20,- € p.P.



Sonntag, 8. Juli 2012