"Däe Stüekolekte"

Mundartliches Theaterstück von Theodor Nießen

Sonntag, 17.11.2013, 18:00 Uhr

im Casino, Kaplan-Kellermann-Str. 1, 53879 Euskirchen

Eintritt frei

"Der Steuereintreiber" ist eine Episode aus der Euskirchener Geschichte: Zeit der Handlung ist das Jahr 1732, Ort der Handlung ist Euskirchen, Sitzungssaal des Rathauses. Die Sitzung des Magistrats beginnt mit dem Auftritt des Bürgermeisters Bläse und seinen Worten: "Nee! Wenn ich dat gewoss hät, - wäe ich ze Läbe net Börgermehste von Öskerche woede on leve Stadtschrieve bleve."

Theodor Nießen bearbeitete die Geschichte in drei Akten für die städtischen Puppenbühne, natürlich in Mundart, dem Öskerche Platt. Die Puppenspiele wurden mit großem Erfolg in den Jahren 1927 bis 1932 im Kolpinghaus, in den Concordiasälen oder der städtischen Berufsschule in Euskirchen aufgeführt. Sie erlebten ein Revival in den 1950/60er Jahen, an das sich noch viele mit Begeisterung erinnern. Im Gegensatz zu den Texten von Theodor Nießen, sind die Puppen heute nicht mehr erhalten.

Die Mundartinitiative Euskirchen spielt und spricht die Geschichte "Däe Stüekolekte".




Montag, 28. Oktober 2013

Theodor Nießen (1877 - 1968)

Dienstag, 12.11.2103, 18:00 Uhr

im Casino, Kaplan-Kellermern-Str. 1, 53879 Euskirchen

Eintritt frei

Theodor Nießen ist sicherlich der bedeutendste Mundartschriftsteller des Euskirchener Umlandes. Weil die meisten Dialektsprecher sich schwer damit tun, plattdeutsches Schriftgut zu lesen, scheint sein Werk in Vergessenheit zu geraten. Das Medium, mit dem Nießen seine Botschaften transportiert, ist die Muttersprache, sein Leitmotiv die Stärkung des Bürgersinns seiner Heimatstadt und ihrer näheren Umgebung. Die von ihm gepflegte und dokumentierte Ortsmundart muss als Teil des Selbstverständnisses der Stadt bezeichnet werden.

In seinen Abhandlungen, die nur zum Teil veröffentlicht sind, werden in Vers und Prosa die verschiedensten Facetten seines Schaffens transparent: Seine Liebe zu seiner Vaterstadt, zu ihrer Geschichte und ihren Zeugnissen der Vergangenheit; die Dokumentation heimatlichen Brauchtums und heimischen Handwerks; die Beobachtung von Natur und Jahresablauf; die Gedenken der Frauen und Männer aus dem Volk, die die Stadt geprägt haben sowie die Wahrnehmung und Wertung der Tagespolitik in Zeiten des Umbruchs.

Der Referent Hermann-Josef Kesternich ist fundierter Kenner seines Werkes. Er stellt in diesem Vortrag Thedor Nießen in allen Facettens eines Schaffens vor: als Mundartdichter, Kunstschmied, Zentrumspolitiker und Vorsitzenden des Kolpingvereins.




Montag, 28. Oktober 2013