Auf den Spuren des Ersten Weltkriegs

Freitag/Samstag, 2./3.05.2014

2-tägige Studienfahrt  nach Sedan und Charleville-Mézières

Der Sedan-Mythos ist die Gründungslegende des wilhelminischen Deutschen Reiches und die Doppelstadt Charleville-Mézierès war mit ihrem großen Haupt-Quartier (HQ) sowie dem Hof Kaiser Wilhelms II. zeitweise die heimliche deutsche Hauptstadt. An der Maas hat der Krieg 1914-1918 große Zerstörungen angerichtet, und hier liegen die Schlachtorte von 1870 und 1940. Land und Leute in den Ardennen sind über fast ein Jahrhundert die Leidtragenden der deutsch-französischen Konflikte gewesen.
Auf dem Programm stehen die Schauplätze des militärischen Geschehens, die Erinnerungsorte und Mahnmale in den beiden Städten (wie Festung, Präfektur, Bahnhofsviertel, Zivilfriedhof) und in der Umgebung (Fort Les Ayvelles, Soldatenfriedhof Noyers Pont-Maugis, Donchery, Floing, Bazeilles, Stonne u.a.).

Fachleitung und Führungen:
Dr. Reinhold Weitz (in Zusammenarbeit mit französischen Lokalhistorikern)

Anmeldung bitte mit diesem Formular: StudienfahrtnachSedan.pdf



Freitag, 24. Januar 2014

Neues auf dem Kahlenbusch - Ausstellung "Kriegserleben in Rheinland" und die Baugruppe "Marktplatz Rheinland"

Samstag, 13.09.2014


Ortstermin im LVR-Freilichtmusem Kommern


Neues auf dem Kahlenbusch. Führung durch die Austellung: „Kriegs(er)leben im Rheinland - Zwischen Begeisterung und Verzweiflung“ und Führung durch die neue Baugruppe „Marktplatz Rheinland“


Die Ausstellung zeichnet schlaglichtartig die Lebenssituationen zwischen »Hurrapatriotismus« und Verzweiflung zu Beginn und während des Ersten Weltkrieges nach.
Neben der Präsentation zahlreicher Objekte werden die Lebensverhältnisse auf dem Land vor allem anhand der Tagebücher und Zeichnungen des Eifelmalers Anton Keldenich thematisiert, eines einfachen Mannes aus einem rheinischen Dorf bei Euskirchen. Die Schilderungen über die Geschehnisse in einem Dorf und die eigenen Erlebnisse während des Ersten Weltkrieges lenken den Blick von der weltpolitischen Ebene auf das Alltagsleben. Mit den persönlichen Berichten von Hoffnungen, Ängsten und Alltagsproblemen lässt sich das Leben im Krieg und die Bedeutung für uns heute unmittelbar nachvollziehen.
Die Ausstellung entstand mit der Beteiligung des Geschichtsvereins des Kreises Euskirchen e.V. und des Stadtarchivs Euskirchen.
Mit dem "Marktplatz Rheinland" wird im Freilichtmuseum ein weiterer großer Baustein des kulturgeschichtlichen Bogens entstehen, der sich dann vom 15. Jahrhundert bis in die jüngste Vergangenheit ziehen wird. Die neue Baugruppe „Marktplatz Rheinland“ widmet sich der Zeit von 1945 bis zum frühen 21. Jahrhundert. Sie zeigt die Urbanisierung des ländlichen Raumes, verbunden mit der Auflösung traditioneller ländlicher Ortsbilder.
Um einen Dorf- bzw. Marktplatz herum werden verschiedene Gebäude ganz unterschiedliche alltagsgeschichtliche Bereiche der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit repräsentieren. Vieles ist noch in Planung, doch es können bereits besichtigt werden u.a. die Reste der ehemaligen Bunkeranlage mit Flakstellung, die zwischen 1938 und 1939 im Rahmen des Westwall-Programms auf dem Kahlenbusch gebaut wurde. Die Anlage wurde nach 1948 gesprengt und geriet allmählich in Vergessenheit. Im Zuge der Aufbauarbeiten für die Baugruppe „Marktplatz Rheinland“ wurden die Bunkerreste von Archäologen des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland freigelegt und dokumentiert. Weiterhin kann die  historische Gastwirtschaft Watteler aus Eschweiler besichtigt werden. Sie ist geprägt durch ihre Vollständigkeit mit Theke, Schränken, Tischen, Stühlen und dem kompletten beweglichen Inventar, wie Gläsern, Geschirr, Bildern bis hin zu Bierdeckeln und Knobelbechern.
Treffpunkt: 9:30 Uhr an der Kasse des LVR-Freilichtmuseums Kommern, Eickser Straße
Kosten: 6,- €
Karten sind ab dem 16.08. bei Rotgeri und am 13.09. an der Kasse des LVR-Freilichtmuseums Kommern erhältlich.



Donnerstag, 9. Januar 2014

Die spanische Herrschaft in Kerpen und Lommersum

Samstag, 22. März 2014, 15:00 Uhr

Vortrag und Buchvorstellung

Lommersum und Kerpen waren seit Ende des 13. Jahrhunderts in einer Doppelherrschaft verbunden. Zunächst zu Brabant gehörig, fiel die Herrschaft nach Aussterben der brabantischen Herrscher an Burgund. Infolge der Heirat der letzten burgundischen Erbin mit einem Habsburger gelangten Kerpen und Lommersum schließlich in habsburgischen Besitz. Als Karl V. das riesige Habsburgerreich aufteilte in einen österreichisch-ungarischen und einen spanischen Teil, fiel die Herrschaft zusammen mit den heutigen Benelux-Staaten an Spanien.

Im Jahr 2000 präsentierte Juan Antonio Vilar seine Dissertation über die 200jährige spanische Herrschaft in Kerpen und Lommersum, betreut wurde die Arbeit von den Universitäten Granada und Njmwegen. Vilar forschte in deutschen, belgischen, niederländischen und spanischen Archiven; er besuchte Staats-, Stadt- und Pfarrarchive in Brüssel, Kerpen, Weilerswist, Lüttich, Simancas, Düsseldorf, Köln, Kempen und Maastricht. Die Ergebnisse wurden in spanischer Sprache erfasst. Seine Arbeit gilt als Standardwerk zur Territorialgeschcihte des rheinisch-maasländischen Raums im 16. und 17. Jahrhundert. Endlich ist es gelungen, diese Forschungsarbeit zu übersetzen und damit für die Reginonalgeschichte nutzbar zu machen. Sie füllt so manche Lücke in der Erforschung der Geschichte unserer Region.

Referent: Juan Antonio Vilar

Treffpunkt: im "Spanischen Rathaus" Lommersum




Mittwoch, 8. Januar 2014