Karl der Große – und die Ausstellungen zum 1200. Todesjahr in Aachen

Dienstag, 28.04.2014, 18:00 Uhr

Vortrag im Casino

Vor 1.200 Jahren – am 28. Januar 814 – starb Karl der Große in Aachen. Als erster abendländischer Kaiser des Mittelalters hinterließ er ein Reich, das sich durch militärische Expansion und geschickte Diplomatie weit nach Westen, Süden und Osten vergrößert hatte, ohne – wie in den vorausgegangenen Jahrhunderten – von Bruderkriegen und Reichsteilungen zerrissen zu sein. Der gewaltsamen Unterwerfung der Gegner stand eine Politik der Reformen gegenüber, die für das frühe Mittelalter außergewöhnlich war. Nach seinem Tod blieb er – zum Ideal eines Herrschers verklärt, aber auch politisch und ideologisch instrumentalisiert – im kulturellen Gedächtnis Europas präsent. Die Person Karls des Großen und sein Wirken stehen im Mittelpunkt von drei Sonderausstellungen im Karlsjahr 2014.

Referent: Dr. Frank Pohle, RWTH Aachen

Eintritt frei



Sonntag, 20. April 2014

Ortstermin im DRK-Museum

Samstag, 05.04.2014, 11:00 Uhr

Das Rotkreuz Museum vogelsang ip im ehemaligen Kameradschaftshaus 10 gehört zu den größten Museen des Roten Kreuzes in Europa.

Die zentralen Ausstellungen sind der Auseinandersetzung mit den Menschenrechten, dem humanitären Völkerrecht sowie der Geschichte und der internationalen sozialen Arbeit der Rotkreuz – Bewegung gewidmet.
Auf 650 qm Nutz- und 550 qm Ausstellungsfläche über zwei Etagen gewinnen die Besucher einen intensiven Überblick über die weltweite humanitäre Hilfe des Roten Kreuzes. Als Teil eines Netzwerks der deutschen Erinnerungsstätten übernimmt der Ort eine wichtige Funktion für den Erhalt und die Weiterentwicklung der demokratischen Gesellschaft.
Dabei ist die Nutzung des "Kameradschaftshauses 10" als Ort der Auseinandersetzung mit den Menschenrechten und mit dem humanitären Völkerrecht ein wesentlicher Beitrag.
In der ehemaligen Unterkunft der "NS-Ordensjunker" suchen Besucher heute die positive Begegnung mit zentralen Werten der Menschheit. Gleichzeitig erhalten sie hier einen Überblick über die internationale humanitäre Arbeit der weltgrößten humanitären Organisation, des Roten Kreuzes.

Referent: Rolf Zimmermann

Kosten 5,- €



Samstag, 5. April 2014

Mode und Volkstum – Zur Eifeler Heimweberei im Dritten Reich

Donnerstag, 03.04.2014, 19:00 Uhr

Vortrag im LVR-Industriemuseum Euskirchen-Kuchenheim

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Sonderausstellung im Euskirchener Textilmuseum mit dem Titel "Glanz und Grauen". Der Nationalsozialismus übernahm zwar die zeitgemäße Mode der städtischen Gesellschaft, propagierte jedoch altherkömmliche Bekleidungsformen. Mit dem Rückgriff auf Volkstum und Volkstrachten wurden traditionelle Gewerbe ideologisch gestärkt bzw. wiederbelebt und die bäuerliche Welt zum Inbegriff des deutschen Wesens verklärt.
In der Eifel war es vor allem der Schleidener Landrat und Eifelvereinsvorsitzende Dr. Schramm, der die konservative Strömung der Heimatkunst im Sinne der Partei instrumentalisierte. Nach seinen ehrgeizigen Plänen sollte z. B. in Blankenheim ein Zentrum der Heimweberei entstehen und damit (wie in Schalkenmehren) ein Musterprojekt der nationalsozialistischen Kulturpolitik geschaffen werden.

Referent: Dr. Reinhold Weitz

In Zusammenarbeit mit den Freunden und Förderern des Rheinischen Industriemuseums Kuchenheim

Eintritt frei



Donnerstag, 3. April 2014