„Leben in Zülpich – Funde aus 7000 Jahren“

Samstag, 11.04.202015, 14:00 Uhr
Ortstermin in Zülpich – Museum der Badekultur

In der Römerstadt haben während der zurückliegenden Jahre eine ganze Reihe von Ausgrabungen stattgefunden. Das „Museum der Badekultur“ hat aus diesem Anlass eine Wechselausstellung konzeptioniert, bei der ab Ende März 2015 repräsentative Funde aus diesen Grabungskampagnen präsentiert werden sollen. Dabei reicht das zeitliche Spektrum der Objekte von der Jungsteinzeit bis hin zu Verfüllungen von Bombentrichtern des Zweiten Weltkrieges.
Kuratorin der Ausstellung ist die Volontärin des Museums der Badekultur, Silva Bru-der. Darüber hinaus wirkten Grabungsleiter Dr. Andreas Vieten und Hans-Gerd Dick, Kulturreferent Stadt Zülpich, bei der Umsetzung mit. Die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf die archäologische Forschung, deren Arbeitsbereich in zunehmendem Maße auch die Zeitgeschichte mit umfasst.

Treffpunkt: 14:00 Uhr vor dem Museum der Badekultur
Kosten 5,- €. Es sind keine Eintrittskarten im Vorverkauf erhältlich.
Führung durch die Ausstellung: Hans-Gerd Dick



Samstag, 28. März 2015 • Kategorie: Termine

Das Jahr 1914 - Deutsch-französische Partnerstädte erinnern an den Ersten Weltkrieg

Als Sonderband des Geschichtsvereins des Kreises Euskirchen e.V. wird am 20.März 2015 eine neue Publikation vorgestellt mit dem Titel:
„Das Jahr 1914 – Deutsch-französische Partnerstädte erinnern an den Ersten Weltkrieg
Charleville-Mézières in den Ardennen, Euskirchen im Rheinland, Dülmen in Westfalen, Nordhausen in Thüringen.“  
Das europäische Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 ist unterschiedlich begangen worden; selten in konkreten Projekten einer grenzüberschreitenden Erinnerung. Es ist ein Glücksfall, wenn deutsch-französische Verschwisterungen zu einem gemeinsamen, vergleichenden historischen Beitrag führen. Charleville-Mézières ist seit langem mit Euskirchen im Rheinland, Dülmen in Westfalen und Nordhausen in Thüringen verschwistert. Die Fachhistoriker Jacques Lambert, Dr. Reinhold Weitz, Dr. Stefan Sudmann, Rudolf Hermanns und Dr. Peter Kuhlbrodt legen eine Arbeit zum Jahr 1914 vor, die das Doppelgesicht von Krieg und Frieden zeigt. Es ist das Ziel der gemeinsamen Veröffentlichung, den Erscheinungsformen des Kriegsalltags nachzugehen – ob an der Heimatfront oder unter fremder Besatzung, und aufzuzeigen, was vergleichbar oder gegensätzlich ist. Der Untersuchungsrahmen ist zum einen chronologisch und thematisch vorgegeben, zum anderen durch das individuelle Profil der vier Städte bedingt, was unterschiedliche Akzentsetzungen zur Folge hat. Alle Partnerstädte waren vor dem Waffengang wirtschaftlich und kulturell aufstrebende Gemeinwesen. Die Veröffentlichung schildert, wie die Menschen in den Augusttagen 1914 gehandelt, gedacht und gefühlt haben und wie der Erste Weltkrieg das Alltagsleben in den Städten veränderte. In Charleville und Mézières richtete der deutsche Kaiser Wilhelm II. sein großes Hauptquartier ein und musste die Bevölkerung unter den Repressalien einer Besatzungsmacht leiden. Das Leben an der deutschen „Heimatfront“ erfasste den Einzelnen immer totaler, um den Nachschub an Menschen und Material für den Krieg sicher zu stellen. Die angebliche Erbfeindschaft zwischen Deutschen und Franzosen entfachte einen Konflikt, in dem beide Zivilgesellschaften bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gefordert wurden.
Vor dem Hintergrund eines hoffentlich weiter zusammenwachsenden Europa, das die Lektionen der Vergangenheit gelernt hat, ist die gemeinsame, grenzüberschreitende Arbeit der fünf Autoren besonders herauszustellen.
Das Buch umfasst 200 Seiten, ist reich bebildert und zum Preis von 20,- € im Buchhandel und beim Verlag Ralf Liebe in Weilerswist erhältlich. ISBN: 978-3-944566-37-5
DasJahr1914-Deutsch-franzoesischePartnerstadteerinnernandenErstenWeltkrieg.pdf



Samstag, 21. März 2015 • Kategorie: Publikationen

„Von Kirchheim nach Amerika. Die Geschichte des Flamersheimer Hexenprotokolls“

Dienstag, 24.03.2015, 18:00 Uhr


Vortrag im Casino

Am 15. Oktober 2014 hat das Stadtarchiv Euskirchen eine Kopie des sog. Flamers-heimer Hexenprotokolls erhalten. Das Originalmanuskript, das im 19. Jahrhundert aufgefunden wurde und mehr als hundert Jahre lang als verschollen galt, konnte im Rahmen des 2014 begonnenen Forschungsprojekts „Herren und Hexen. Hexenprozesse in der Nordeifel und angrenzenden Regionen“ in der Universitätsbibliothek der Cornell University in den USA wieder entdeckt werden. Es ist eine der wichtigsten Quellen, die den Höhepunkt der Hexenverfolgungen in Stadt und Kreis Euskirchen in den Jahren 1629/30 dokumentieren.
Der Vortrag rekonstruiert die Geschichte des Flamersheimer Hexenprotokolls, stellt dessen Inhalte dar und gibt so einen Einblick in die frühneuzeitlichen Hexenverfol-gungen, denen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert in den verschiedenen Regionen Deutschlands etwa 60.000 Menschen – Frauen, Männer und Kinder – zum Opfer fielen. Dabei zählte das Rheinland – und hier insbesondere der Kreis Euskirchen – zu den Kernzonen der Verfolgungen.
Referentin: Dr. Claudia Kauertz
Eintritt frei



Sonntag, 1. März 2015 • Kategorie: Termine