Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus in Rhöndorf

Samstag, 25.04.2015 Halbtagesfahrt
Abfahrt: 13:30 Uhr am Kreishaus, 13:45 Uhr am Bahnhof Euskirchen
Rückkehr ca. 19:00 Uhr
Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus in Rhöndorf, Besichtigung des Wohnhauses des Gartens und des Archivs
Im Frühjahr 1935 zog Konrad Adenauer mit seiner Familie nach Rhöndorf. Dort wohnten sie zunächst in der Löwenburger Straße zur Miete, bevor Adenauer unweit davon entfernt ein Grundstück kaufen und am steilen Westhang des Siebengebirges oberhalb der Kirche des kleinen Örtchens ein Haus bauen konnte. Kurz vor Weihnachten 1937 zog die Familie Adenauer in das neu erbaute Haus am Westhang des Siebengebirges am Zennigsweg  8 ein. Dieses Haus war für den späteren Bundeskanzler stets ein privates Refugium, wo er Ruhe fand und sich von den Strapazen der langen Arbeitstage erholte.
Nachdem Konrad Adenauer am 19. April 1967 in seinem Wohnhaus verstorben und auf dem nahe gelegenen Waldfriedhof beigesetzt worden war, wurde auf Anregung seiner Kinder die Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus gegründet mit musealer Ausstellung und Führung in Wohnhaus und Garten. Ungebrochen ist seither das große Interesse, sich vor Ort an das Leben und Wirken des Politikers, ersten Bundeskanzlers, Staatsmanns und großen Europäers zu erinnern.
Von Anfang an war auch der dort verwahrte schriftliche Nachlass Adenauers einbezogen. In Rhöndorf führte Adenauer zunächst seine gesamte politische Korrespondenz über das dortige Sekretariat. Auch nach seiner Wahl zum Bundeskanzler 1949 wurden hier viele Schreiben, auch solche politischen Inhalts, empfangen und geschrieben. Diese Korrespondenz (darunter die Briefe von und an den Euskirchener Politiker Thomas Eßer), Reden, Unterlagen aus der Oberbürgermeisterzeit, Tagesabläufe, Terminpläne lagern im Archiv des Adenauer-Hauses, in das uns exklusiv ein Einblick gewährt wird.Die Ausstellungspavillons werden z. Zt. umgestaltet und können nicht besichtigt werden.

Hans-Jörg Hennecke, geb. 1971, ist ein aus Zülpich stammender Politikwissenschaftler, der als Experte für die Geschichte der frühen Bundesrepublik gilt. Seit 2012 ist er Geschäftsführer des Nordrhein-Westfälischen Handwerkstags.
Leitung: Prof. Dr. Hans-Jörg Hennecke, Dr. Gabriele Rünger
Kosten: 20,- €
Die Karten sind ab dem 25.03.2015 in der Buchhandlung Rotgeri erhältlich.



Samstag, 18. April 2015 • Kategorie: Termine

„Der Zwiebeldieb“ - Münstereifeler Geschichte(n) nach Urteilen des Schöffen-gerichts 1635 bis 1648

Dienstag, 14.04.2015,  18:00 Uhr
Vortrag im Casino, Euskirchen, Kaplan-Kellermann-Str. 1

Im Archiv Eicks auf Schloß Ehreshoven befindet sich das Schöffengerichtsprotokollbuch des Hauptgerichts Münstereifel. Es umfasst den Zeitraum 1635 bis 1648 und berichtet durch seine Urteile und Beschlüsse von Streitigkeiten um Erbe und guten Ruf, vom Leid und der wirtschaftlichen Not durch die Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges.
Die vor Gericht ausgesprochenen Strafen führten der Münstereifeler Scharfrichter Volmar Dillenburg bzw. sein Sohn, der Scharfrichtermeister Johannes Dillenburg aus. Die Strafen waren das Stehen am Pranger, das Stäupen (Auspeitschen) und die Strafen mit Schwert und Strick.
1636 hatte die „schwatzhafte“ Ließbeth durch ihre üble Nachrede dem Severin Lhor „ahn ehren unf glimpf“ Schaden zugefügt. Nun sollte sie allen Lästermäulern zum Exempel an den Pranger gestellt werden und dabei öffentlich all ihre Worte widerru-fen. Hätte Ließbeth nicht am nächsten Tag um Abbitte ersucht, dann wäre das Spektakel in Münstereifel groß gewesen. Denn Ließbeth war die Ehefrau des Scharfrichters Dillenburg, der sie dann selbst an den Pranger hätte führen müssen.
Karin Trieschnigg, durch ihre Forschungen zum Hexenkommissar Dr. Johannes Möden, fundierte Kennerin des Gerichtswesens in der Frühen Neuzeit, erzählt von alltäglichen Gaunereien, aber auch von Mord und Totschlag. Der letzte Kriminalfall ist der vom Zwiebeldieb, der in den Feldern bei Nöthen sturzbetrunken aufgefunden wird.

Referentin: Karin Trieschnigg
Eintritt frei



Samstag, 4. April 2015 • Kategorie: Termine