„Aufbau West – Die Ansiedlung der nordböhmischen Glasindustrie in Euskirchen und Umgebung“

Dienstag, 29.09.2015, 18:00 Uhr
Vortrag im Casino
„Aufbau West – Die Ansiedlung der nordböhmischen Glasindustrie in Euskirchen und Umgebung“

Bis heute verbindet man Rheinbach dank des Glasmuseums, der Glasfachschule und der Patenschaft über das tschechische Steinschönau mit der nordböhmischen Glastradition. Doch eigentlich sollte die Glasindustrie aus dem „Sudentenland“, vorwiegend aus den Städten Haida und Steinschönau, auf der gesamten Schiene Bonn-Land, Rheinbach, Euskirchen, Düren ab 1946/47 neuangesiedelt werden. Der industrielle Mittelpunkt mit dem Standort einer zuliefernden großen Glashütte sollte laut Landesplanungsgemeinschaft Rheinland und Wirtschaftsministerium NRW in Euskirchen aufgebaut werden. Trotz Kriegszerstörung und Wohnungsnot bemühten sich die Stadtvertreter die notwendige Infra-struktur für den neuen Industriezweig zu schaffen. Bürgermeister Thomas Eßer und Hermann Pünder als Oberdirektor des Wirtschaftsrates der Bizone in Frankfurt förderten die Ansiedlung in Euskirchen. 1949 lagen alle Hoffnungen für den wirtschaftlichen Aufschwung auf der neugegründeten „Jola“ GmbH Glasfabrik Euskirchen. 1953 folgte eine zweite Glashütte, das „Eifelglaswerk Berthahütte GmbH“. Der Frage, warum die planmäßige Umsiedlung der nordböhmischen Glasindustrie in unserem Raum letztlich jedoch scheiterte, geht Dr. Gabriele Rünger in diesem Vortrag nach.
Referentin: Dr. Gabriele Rünger



Samstag, 26. September 2015 • Kategorie: Termine