"Inden-Pier: Ein Dorf am Abgrund des Tagebaues wird archäologisch erforscht”

Dienstag, 08.03.2016, 18:00 Uhr
Vortrag im Casino


Durch seine ungünstige Lage am Rand des Tagebaues Inden II musste das Dorf Inden-Pier im Kreis Düren Anfang 2015 dem voranschreitenden Braunkohlenabbau weichen. Nach der Umsiedlung der Bewohner und dem Abriss der Gebäude hatten Archäologen der Universität Bonn die einmalige Gelegenheit, Pier mitsamt seiner Umgebung intensiv zu erforschen. Das Verbundprojekt erregte in der Fachwelt und in der Öffentlichkeit großes Interesse, da es deutschlandweit nur sehr wenige Forschungsvorhaben dieser Art gibt, bei denen es gelang, große Areale im Kern eines bestehenden Dorfes mit modernen Grabungsmethoden zu untersuchen.
Dabei sind Dörfer ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft, jedoch ist unser Wissen über ihren Alltag und die dort verrichteten Arbeiten besonders im Mittelalter sehr begrenzt. In Pier kann die Entdeckung von  römischen und vor allem hochmittelalterlichen Siedlungsresten dieses fragmentarische Bild der Dörfer zwar nicht gänzlich ausfüllen, aber wertvolle Erkenntnisse zur Bauweise der Gebäude, der Ausprägung des Handwerks oder den gesellschaftlichen Strukturen beisteuern. Vor allem den Alltag der Bewohner beleuchten schlaglichtartig die Funde der Ausgrabung, deren naturwissenschaftliche Analyse bemerkenswerte Einblicke in das Wirtschaftsgefüge des Dorfes erlauben. Der Vortrag bietet exklusive Einblicke in ein laufendes Forschungsprojekt der Abteilung für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Universität Bonn.
Referent: Torsten Rünger, M.A.



Mittwoch, 17. Februar 2016 • Kategorie: Termine

"Kommen. Gehen. Bleiben. Zur Geschichte der Migration im Kreis Euskirchen."

Vom 5. März bis 17. April 2016 ist eine repräsentative Auswahl der Ausstellung im Naturzentrum Eifel der Gemeinde Nettersheim zu sehen.

Öffnungszeiten:

Mo-Fr 9-16 Uhr

Sa, So 10-16 Uhr 

 

 



Sonntag, 7. Februar 2016 • Kategorie: Aktuelles

„Von Kirchheim nach Amerika. Die Geschichte des Flamersheimer Hexenprotokolls“

Donnerstag, 25.02.2016, 19:00 Uhr
Vortrag

im Gemeinderaum der Evangelischen Kirchengemeinde Flamersheim, Pützgasse 7, 53881 Euskirchen-Flamersheim


September 1629: Vor dem Flamersheimer Gericht, das im Dinghaus am Markt tagte, waren 5 Frauen aus Kirchheim wegen Hexerei angeklagt.
Nachzulesen ist dies im Flamersheimer Hexenprotokoll; bis zum 15. Oktober 2014 allerdings nur in einer Transkription aus dem Jahr 1861. Das Original galt in Deutschland als verschollen. Eine Anmerkung wies daraufhin, dass sich das Original vielleicht in der Cornell University in den USA befinden könnte.
Dr. Claudia Kauertz wandte sich im Rahmen des Forschungsprojektes „Herren und Hexen. Hexenprozesse in der Nordeifel und angrenzenden Regionen.“ an die Universität und tatsächlich, es war da. Im Oktober überreichte sie einen Nachdruck der digitalen Version dem Stadtarchiv Euskirchen. Sie überprüfte die Transkription und entdeckte viele Neuigkeiten.
Über neue Inhalte, die Entdeckung des Protokollbuches im Jahr 1855 durch den Kirchheimer Pfarrer und den Weg nach Amerika wird sie im Vortrag referieren.
Der Vortrag rekonstruiert die Geschichte des Flamersheimer Hexenprotokolls und gibt so einen Einblick in die frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen, denen vom 15. bis zum 18. Jahrhundert in den verschiedenen Regionen Deutschlands etwa 60.000 Menschen – Frauen, Männer und Kinder – zum Opfer fielen. Dabei zählte das Rheinland – und hier insbesondere der Kreis Euskirchen – zu den Kernzonen der Verfolgungen.
Referentin: Dr. Claudia Kauertz
Eintritt frei



Sonntag, 7. Februar 2016 • Kategorie: Aktuelles