Unsere Veranstaltungen im September 2016

Samstag, 24.09.2016
Tagesfahrt

Abfahrt: 9:00 Uhr am Bahnhof, 9:15 Uhr am Kreishaus
Rückkehr 17:00 Uhr
„Düsseldorf – Künstlerverein Malkasten und Benrather Schloss und Park"
Während der Märzrevolution von 1848, die zur Demokratisierung und nationalen Einheit Deutschlands führen sollte, beteiligten sich auch Düsseldorfer Künstler an den politischen Diskussionen. So fand am 6. August 1848 das vom Düsseldorfer „Demokratischen Verein“ aufgerufene „Fest der deutschen Einheit“ statt, zu denen Maler und Bildhauer die künstlerische Gestaltung beitrugen. Noch am selben Abend gründeten sie eine Künstlervereinigung, der sie den Namen „Malkasten“ gaben. Am 11. August 1848 wurde der erste Vorstand gewählt. In den Statuten wurde festgelegt, dass der „KVM“ als „Verein für geselliges Künstlerleben“ eine sich heterogen zusammensetzende Mitgliederschaft vertreten soll und „keinen anderen Zweck hat, als Interessen der Kunst und Künstler zu besprechen und zu fördern und sich gesellig zu unterhalten“. Für die vielen Aktivitäten des Malkastens wurden die verschiedenen angemieteten Räumlichkeiten sehr schnell zu klein. Der KVM erwarb 1861 das vormalige Grundstück des Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi mit Wohnhaus und Garten und bebaute es weiter. Die historischen und neuen Gebäude, der Garten, der Düsselbach und der Venusteich boten seither Raum und Kulisse für phantasievolle Künstlerfeste, die über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannt waren. Der Park mit zentraler barocker Achse, mit Parterre und Venusteich sowie dem naturnahen Bachlauf steht seit 2001 unter Denkmalschutz.
Schloss Benrath
Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz beauftragte Ende 1755 von der Jülich-Bergischen Hauptstadt Düsseldorf aus seinen französischen Bau- und Gartendirektor Nicolas de Pigage mit der Errichtung eines Lust- und Jagdschlosses Sommeraufenthalte vor den Toren der Stadt. In dem ländlichen, etwa 12 km vom Zentrum Düsseldorfs entfernten Benrath hatte der Kurfürst ein marodes Wasserschloss vorgefunden, das bereits durch seine Vorgänger genutzt worden war. Pigage ersetzte es durch eine 1770 vollendete Maison de plaisance nach französischem Vorbild, die sich als räumlich hervorragend organisiert, abwechslungsreich und komfortabel erwies und Architektur sowie Gartenanlagen mittels übergreifender Gestaltungsideen in Beziehung setzte.
Ab 1815 gingen Schloss und Domäne in preußischen Besitz über. 1911 erwarb die Gemeinde Benrath das Schloss aus dem Besitz des preußischen Königshauses. Seit der Eingemeindung von 1929 gehört es der Stadt Düsseldorf. Eine Besonderheit im Benrather Schloss stellt die umfangreiche Sammlung an höfischen Möbeln aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts dar.
Der unter Denkmalschutz stehende Schlosspark Benrath umfasst mehr als 61 ha. Im Park leben mehr als 80 Vogelarten und mehr als 300 Käferarten. Seltene nordamerikanische Gehölze prägen insbesondere den sogenannten Kurfürstengarten, den herausragende Gartenkünstler wie Maximilian Friedrich Weyhe und Peter Joseph Lenné im 19. Jahrhundert anlegten. Im Jahre 2000 übernahm die Stiftung Schloss und Park Benrath die Verwaltung und Nutzung im Auftrage der Stadt Düsseldorf.
Leitung: Hans-Gerd Dick
Kosten: 39,- €
Die Karten für die Studienfahrt sind ab dem  24.08.2016 in der Buchhandlung Rotgeri in Euskirchen erhältlich.
Begrenzte Teilnehmerzahl: 25 Personen!



Donnerstag, 29.09.2016, 18:00 Uhr
Vortrag im Casino
Das Grenzland in den belgisch-deutschen Nachkriegsbeziehungen (1944-1958)


Nach Ende des Zweiten Weltkriegs standen Teile im Süden des heutigen Kreises Euskirchen unter belgischer Zwangsverwaltung. Verwaltungschef dieses Territoriums war der belgische General Bolle, nachdem die Zone bald den kalauernden Namen „Bollenien“ bekam.
Gleichwohl war Belgien im März 1951 gemeinsam mit Dänemark der erste Nachbar, der mit der jungen Bundesrepublik diplomatische Beziehungen aufnahm. Die Beschäftigung mit den Gründen dieser überraschend schnellen politischen Annäherung führt rasch in den Grenzraum, zu den direkt Betroffenen: In den Reaktionen auf belgische Reparationsforderungen und belgische Besatzungssoldaten zeigt sich, dass die deutschbelgische Beziehungsgeschichte fast immer, und insbesondere mit Blick auf den Kreis Euskirchen, auch eine Grenzgeschichte ist. Der Vortrag geht diesen Nachkriegsentwicklungen nach und fragt nach ihren Folgen bis in die Gegenwart.

Referent: Dr. Christoph Brüll, Universität Lüttich



Montag, 19. September 2016 • Kategorie: Termine

Termine im September 2016

Sonntag, 11.09.2016, 11:00 Uhr und 15:00 Uhr
Tag des offenen Denkmals

Besichtigung und Führung im technischen Denkmal „Pumpenstation Haus Hombusch“
in Mechernich – Burgfey
Leitung: Dietrich Graf Nesselrode

Samstag, 24.09.2016
Tagesfahrt
Abfahrt: 9:00 Uhr am Bahnhof, 9:15 Uhr am Kreishaus
Rückkehr 17:00 Uhr
„Düsseldorf – Künstlerverein Malkasten und Benrather Schloss und Park
Während der Märzrevolution von 1848, die zur Demokratisierung und nationalen Einheit Deutschlands führen sollte, beteiligten sich auch Düsseldorfer Künstler an den politischen Diskussionen. So fand am 6. August 1848 das vom Düsseldorfer „Demokratischen Verein“ aufgerufene „Fest der deutschen Einheit“ statt, zu denen Maler und Bildhauer die künstlerische Gestaltung beitrugen. Noch am selben Abend gründeten sie eine Künstlervereinigung, der sie den Namen „Malkasten“ gaben. Am 11. August 1848 wurde der erste Vorstand gewählt. In den Statuten wurde festgelegt, dass der „KVM“ als „Verein für geselliges Künstlerleben“ eine sich heterogen zusammensetzende Mitgliederschaft vertreten soll und „keinen anderen Zweck hat, als Interessen der Kunst und Künstler zu besprechen und zu fördern und sich gesellig zu unterhalten“. Für die vielen Aktivitäten des Malkastens wurden die verschiedenen angemieteten Räumlichkeiten sehr schnell zu klein. Der KVM erwarb 1861 das vormalige Grundstück des Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi mit Wohnhaus und Garten und bebaute es weiter. Die historischen und neuen Gebäude, der Garten, der Düsselbach und der Venusteich boten seither Raum und Kulisse für phantasievolle Künstlerfeste, die über die Grenzen Düsseldorfs hinaus bekannt waren. Der Park mit zentraler barocker Achse, mit Parterre und Venusteich sowie dem naturnahen Bachlauf steht seit 2001 unter Denkmalschutz.
Schloss Benrath
Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz beauftragte Ende 1755 von der Jülich-Bergischen Hauptstadt Düsseldorf aus seinen französischen Bau- und Gartendirektor Nicolas de Pigage mit der Errichtung eines Lust- und Jagdschlosses Sommeraufenthalte vor den Toren der Stadt. In dem ländlichen, etwa 12 km vom Zentrum Düsseldorfs entfernten Benrath hatte der Kurfürst ein marodes Wasserschloss vorgefunden, das bereits durch seine Vorgänger genutzt worden war. Pigage ersetzte es durch eine 1770 vollendete Maison de plaisance nach französischem Vorbild, die sich als räumlich hervorragend organisiert, abwechslungsreich und komfortabel erwies und Architektur sowie Gartenanlagen mittels übergreifender Gestaltungsideen in Beziehung setzte.
Ab 1815 gingen Schloss und Domäne in preußischen Besitz über. 1911 erwarb die Gemeinde Benrath das Schloss aus dem Besitz des preußischen Königshauses. Seit der Eingemeindung von 1929 gehört es der Stadt Düsseldorf. Eine Besonderheit im Benrather Schloss stellt die umfangreiche Sammlung an höfischen Möbeln aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts dar.
Der unter Denkmalschutz stehende Schlosspark Benrath umfasst mehr als 61 ha. Im Park leben mehr als 80 Vogelarten und mehr als 300 Käferarten. Seltene nordamerikanische Gehölze prägen insbesondere den sogenannten Kurfürstengarten, den herausragende Gartenkünstler wie Maximilian Friedrich Weyhe und Peter Joseph Lenné im 19. Jahrhundert anlegten. Im Jahre 2000 übernahm die Stiftung Schloss und Park Benrath die Verwaltung und Nutzung im Auftrage der Stadt Düsseldorf.
Leitung: Hans-Gerd Dick
Kosten: 39,- €
Die Karten für die Studienfahrt sind ab dem  24.08.2016 in der Buchhandlung Rotgeri in Euskirchen erhältlich.
Begrenzte Teilnehmerzahl: 25 Personen!



Donnerstag, 29.09.2016, 18:00 Uhr
Vortrag im Casino
Das Grenzland in den belgisch-deutschen Nachkriegsbeziehungen (1944-1958)

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs standen Teile im Süden des heutigen Kreises Euskirchen unter belgischer Zwangsverwaltung. Verwaltungschef dieses Territoriums war der belgische General Bolle, nachdem die Zone bald den kalauernden Namen „Bollenien“ bekam.
Gleichwohl war Belgien im März 1951 gemeinsam mit Dänemark der erste Nachbar, der mit der jungen Bundesrepublik diplomatische Beziehungen aufnahm. Die Beschäftigung mit den Gründen dieser überraschend schnellen politischen Annäherung führt rasch in den Grenzraum, zu den direkt Betroffenen: In den Reaktionen auf belgische Reparationsforderungen und belgische Besatzungssoldaten zeigt sich, dass die deutschbelgische Beziehungsgeschichte fast immer, und insbesondere mit Blick auf den Kreis Euskirchen, auch eine Grenzgeschichte ist. Der Vortrag geht diesen Nachkriegsentwicklungen nach und fragt nach ihren Folgen bis in die Gegenwart.

Referent: Dr. Christoph Brüll, Universität Lüttich



Samstag, 3. September 2016 • Kategorie: Termine