Klosterführung Steinfeld

Samstag, 05.11.2016, 14:00 Uhr bis ca. 16:30 Uhr

Treffpunkt Portal der Basilika
Kosten 5,- € vor Ort zu begleichen
Kloster Steinfeld gehört heute mit den drei charakteristischen Kirchtürmen, seiner Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert im romanischen Stil zu den bedeutendsten Baudenkmälern des Rheinlandes. Einst war es das Zentrum des geistigen Lebens der Prämonstratenser in der Nordeifel. Seine Gründung wird auf 1069/73 datiert. 1130 wurde es von Prämonstratensern übernommen. Es hatte zahlreiche Tochterniederlassungen in Europa, zum Beispiel das Kloster Strahov in Prag.
Kunsthistorisch ist die Kirche ein Ensemble der verschiedenen einander folgenden Stile. Hier ist vor allem die romanische Architektur mit der vorwiegend barocken Ausstattung harmonisch vereint. Die Kirche, die sich seit 1960 päpstliche Basilika minor nennen darf, ist die Ruhestätte des heiligen Hermann Josef von Steinfeld. Der hl. Hermann-Josef von Steinfeld wurde noch vor 1240 außerordentlicher Seelsorger des Klosters. Als er am 7. April im Kloster Hoven im Alter von 91 Jahren verstarb, war es sein Wunsch, im dortigen Kreuzgang beigesetzt zu werden, was auch geschah. Da er aber in heiligmäßigem Ruf stand, ersuchte der Abt von Steinfeld, den Toten dorthin zurückzuholen, was schließlich unter Einschaltung des Erzbischofs sieben Wochen später am 21. Mai gelang. Der Legende nach schenkte Hermann Josef dem Marienstandbild in der Kölner Kirche Maria im Kapitol einen Apfel. Wie in Köln bei dem Marienbild so werden auch heute noch im Kloster Steinfeld frische Äpfel auf seinen Sarkophag in der Basilika gelegt. Der ursprünglich romanische Kreuzgang wurde von 1492 bis 1517 durch einen in gotischem Stil ersetzt. Die kunstvollen Glasfenster des Ganges (hergestellt zwischen 1526 und 1557) wurden nach der Säkularisation über Köln nach England verkauft. Dort wurden einige in Dorfkirchen und Privatkapellen eingebaut. Der Großteil der Glasfenster befindet sich heute im Victoria und Albert Museum in London. Nur zwei Scheiben kamen zurück nach Steinfeld.
Weltberühmt ist die Basilika für ihre einzigartige Orgel von Balthasar König aus Münstereifel aus dem Jahr 1727.
Nach der Säkularisierung 1802 diente die Anlage verschiedenen weltlichen Zwecken, die Basilika wurde als Pfarrkirche weiter genutzt. Die Klosteranlage befindet sich seit 1923 im Besitz des Salvatorianerordens. 1924 wurde das Gymnasium Hermann-Josef-Kolleg gegründet. Im früheren Internat befindet sich seit 2015 das neue Gästehaus.
Die Steinfelder Oberstudienrätin Anna Maria Kirfel ist eine fundierte Kennerin der Basilika und der Klosteranlage. Sie  wird unserer Gruppe auch Einblicke hinter die im üblichen Rahmen stattfindenden Gästeführungen bieten.
Referentin: Anna Maria Kirfel i.E. a. D.



Mittwoch, 26. Oktober 2016 • Kategorie: Termine

"Ich befinde mich Gott sei Dank noch in der Gesundheit ..." - Feldpostbriefe aus dem Krieg 1866

Donnerstag, 27.10.2016, 18:00 Uhr
Vortrag im Casino


Die Brüder Wilhelm, Ludwig und Anton Heinrichs aus Scheven nahmen im Jahre 1866 als einfache Soldaten am Krieg Preußens gegen Österreich teil. Insgesamt sind 14 Briefe von ihnen aus der Zeit vom 15.05. bis zum 13.09.1866 erhalten.

Feldpostbriefe sind eine besondere Quellenart. Sie halten die Verbindung zur Heimat aufrecht und sie sind geschrieben als Lebens- bzw. Überlebenszeichen. Die Angehörigen sollen beruhigt werden: Man versichert, dass alles gut sei und dass man alles überstehen werde. Die tatsächlichen Gefahren und Ereignisse werden oft beschönigt.

Anton diente in der Mainarmee, die gegen die mit den Österreichern verbündeten deutschen Mittelstaaten kämpfte. Er nahm an der Schlacht von Langensalza gegen die Hannoveraner teil, in der er gefangen genommen wurde.
Das 5. Rheinische Infanterie-Regiment N˚ 65, dem Wilhelm und Ludwig angehörten, kämpfte als Teil der Elbarmee am 4. Juli 1866 in der Schlacht von Königgrätz gegen die österreichische und sächsische Armee.
Die Brüder berichten in ihren Briefen aber nicht nur von den Kämpfen, sondern auch über die Gerüchte von einen Angriff auf Wien, von der Freude, als sie vom Waffenstillstand erfahren, und mit Stolz von der Siegesparade im strömenden Regen.
Sie schreiben von den alltäglichen Strapazen, von den langen Märschen in brütender Hitze, vom permanenten Hunger und von den in der preußischen Armee grassierenden Seuchen, denen auch Ludwig am 20.08. im Lazarett von Wittingau erlag.

Referent: Theo Heinrichs



Montag, 3. Oktober 2016 • Kategorie: Termine

Ausstellung "Kommen. Gehen. Bleiben. Zur Geschichte der Migration im Kreis Euskirchen"

Vom 9. September bis 11. Dezember ist die Ausstellung "Kommen. Gehen. Bleiben. Zur Geschichte der Migration im Kreis Euskirchen" im EifelMuseum Blankenheim zu sehen.



Montag, 3. Oktober 2016 • Kategorie: Aktuelles