Gertrud Orth - Die Wahrheit über die sagenumwobene Kindmörderin

 Vorankündigung des Vortrags

"In Sachen Fisci des Gerichts zu Arloff contra Gertrud Orth aus Weingarten - Die Wahrheit über die sagenumwobene Kindsmörderin"

Gabriele Rünger und Karin Trieschnigg

am 16. März 2017



Samstag, 18. März 2017 • Kategorie: Pressespiegel

„Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen“ – Zur Konzeption der neuen Dauerausstellung auf NS-Ordensburg Vogelsang

Donnerstag, 27. 04.2017, 18:00 Uhr

Vortrag im Casino

Die NS-Ordensburgen waren stets Schulungsstätten wie auch Bühnen der Selbstdarstellung der NSDAP. Zugleich haftete ihnen auch etwas Unfertiges und Überstürztes an: Vieles wirkte improvisiert und von Rastlosigkeit getrieben. Dies gilt erst recht für die Ausbildungsinhalte der Lehrgänge, die permanent geändert und parteiintern kritisiert wurden. Dennoch wurden die Ordensjunker, wie sie sich selbst nannten, der homogen gedachten „Volksgemeinschaft“ als neue Elite der Partei präsentiert, und viele fühlten sich auch so. Sie glaubten, mit ihrer Berufung in die Ordensburgen einen Weg zum sozialen Aufstieg und in eine berufliche Karriere beschritten zu haben. Die Männergesellschaft, in die sie aufgenommen worden waren, verhieß ihnen Sicherheit und Geborgenheit in der Kameradschaft Gleichgesinnter.

Sie wurden als „Herrenmenschen“ angesprochen, doch bleibt zu fragen, ob sie sich auch so sahen, und wie sie handelten. Die ideologische Prägung erfolgte jedenfalls durch Vortragsreihen und Seminare, aber auch durch die körperliche Formung mit militärischem Drill und vielerlei Sport. Vor allem durch das Fach „Rassenlehre“ wurde das Bild der eigenen Überlegenheit und Höherwertigkeit ständig verstärkt. Eine nationalsozialistische Ersatzreligion mit Riten und Praktiken sowie pathetischen Feiern ließ die Ordensjunker glauben, Anteil zu haben an der Schaffung eines „Neuen Menschen“ der Zukunft.

Mit diesem ideologischen Hintergrund zogen die Männer von den Ordensburgen zunächst als Soldaten in den Krieg, der speziell im Osten als rassenideologischer Vernichtungskrieg geführt wurde. In Polen, den baltischen Staaten, Weißrussland und der Ukraine wurden mehrere Hundert von ihnen dann wie moderne Kolonisatoren eingesetzt, und viele von ihnen haben sich dort an nationalsozialistischen Verbrechen beteiligt. Mit den in der Dauerausstellung erschlossenen Quellen können Unterschiede im Handeln und verschiedene Handlungsmöglichkeiten und Entscheidungen von Ordensburgangehörigen nachgezeichnet werden. So können Fragen zu den Handlungsspielräumen und der Verantwortung Einzelner konkret diskutiert werden.

Zum Schluss der Ausstellung bleiben Fragen, die bewusst über die NS-Geschichte hinausgreifen: Wie hätten wir selbst gedacht und gehandelt, wären wir in eine ähnliche Zeit und Aufgabe gestellt worden? Gibt es heute vergleichbare Situationen auf der Welt? Was bedeuten uns Demokratie und Pluralität, Teilhabe und Ausgrenzung in unserer heutigen Gesellschaft?

Referent: Stefan Wunsch



Samstag, 18. März 2017 • Kategorie: Termine

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Freitag, 10. März 2017 • Kategorie: Mitgliedschaft