Die Zisterzienser

Samstag, 14.10.2017,
Halbtagsfahrt: Die Zisterzienser
Abfahrt: 12:00 Uhr am Kreishaus, 12:15 Uhr am Bahnhof Euskirchen
Rückkehr: ca. 18:00 Uhr
Führungen durch die Ausstellungen „Die Zisterzienser – das Europa der Klöster“ – Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn und „Zisterzienser in Heisterbach – Was war – Was ist – Was bleibt“ – im Siebengebirgsmuseum Königswinter

Die Zisterzienser gründeten in 150 Jahren 650 Klöster im Rheinland, in der Eifel und im Westerwald errichten sie kurz nacheinander die Abteien Kamp (1123), Altenberg (1133), Himmerod (1134), Heisterbach (1192) und Marienstatt (1212), die zu den frühesten Gründungen außerhalb Frankreichs gehören. Mit über 200 kostbaren Ausstellungsobjekten aus ganz Europa erzählt die Ausstellung im LVR-LandesMuseum Bonn die Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Ordens. Vom späten 11. bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts durchdringt der sogenannte „Konzern der Weißen Mönche“ wie ein Netzwerk den Kontinent und entwickelt sich zu einem der mächtigsten Verbände der Christenheit. Die Zisterzienser und Zisterzienserinnen werden zu einem dynamischen Element der europäischen Zivilisation.
Die Ausstellung konzentriert sich auf die mittelalterliche Blütezeit des Ordens. Zahlreiche Exponate wurden eigens für die Ausstellung restauriert. Zu den Höhepunkten zählt der beeindruckende Hochaltar des ehemaligen Zisterzienserklosters Kamp. Aus Paris kommt die einzigartige Madonna aus Kloster Eberbach, heute als „Belle Allemande“ eines der mittelalterlichen Hauptwerke des Louvre. Vier als Reliquien verehrte Schädel, reich und kostbar verziert, stammen aus dem Altar des Zisterzienserinnenklosters Marienfeld. Das Grabtuch des Holmger Knutsson, eine lebensgroße figürliche Bildstickerei, gefertigt von den Nonnen des Skoklosters in Schweden ist heute im Besitz des Nationalmuseums Stockholm und zum ers-ten Mal außerhalb Schwedens zu bewundern.
Ein Höhepunkt der Ausstellung ist das Scriptorium, die Schreibwerkstatt: Hier werden die in Zisterzienserklöstern entstandenen, oft aufwändig geschmückten Handschriften im Original präsentiert, so etwa vier Codices aus der Frühzeit des Ordens, die heute in Dijon aufbewahrt werden. Sie zählen zu den kostbarsten und berühmtesten Zeugnissen der Buchkunst des gesamten hohen Mittelalters.
Nach einer 1 ½ -stündigen Führung durch die Ausstellung im LandesMuseum werden wir nach Königswinter fahren, um dort die Ausstellung „Zisterzienser in Heisterbach
Was war - was ist - was bleibt“ zu sehen, die in Zusammenarbeit mit LVR-LandesMuseum entstand. Die Zisterzienserabtei Heisterbach bestand von 1192 bis zu ihrer Auflösung im Rahmen der Säkularistaion ab 1803. Die Ausstellung im Siebengebirgsmuseum dokumentiert die Ausstattung der ehemaligen Abteikirche, deren weiteren Werdegang sowie Spuren des klösterlichen Alltagslebens. Weitere Akzente liegen auf den Begleitumständen der Auflösung und der anschließenden Neugestaltung des Klostergeländes als romantische Parkanlage.
Zum Abschluss der Studienfahrt bieten wir noch einen kurzen Besuch der Klosterruine in Heisterbach an.
Leitung: Dr. Gabriele Rünger
Kosten: 32,- €
Die Karten für die Studienfahrt sind ab dem 14. September 2017 in der Buchhandlung Rotgeri in Euskirchen erhältlich.
Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt!



Sonntag, 24. September 2017 • Kategorie: Aktuelles