Über uns

Die Römer haben die Wasserleitung und die Zülpicher Thermen gebaut,
die Franzosen das Land vermessen und den Chlodwig-Mythos geschaffen,
die Nationalsozialisten bauten eine Ordensburg Vogelsang.
War es das?
Wenn Sie mehr wissen wollen, dann sind Sie hier richtig.

Der Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V. (GVdKEU) wurde 1958 von historisch Interessierten gegründet und zählt heute über 600 Mitglieder.

Nach Voltaire soll die Geschichte nicht das Gedächtnis beschweren, sondern den Verstand erleuchten. Er sagt aber auch der Historiker sei ein Schwätzer, wenn er über die Toten Falsches verbreite.

Mit diesem Anspruch untersucht der Geschichtsverein die lokale und regionale Geschichte und bemüht sich, ihre Spuren zu bewahren. Das Kreiswappen erinnert an die alten Territorien, zu denen das heutige Kreisgebiet gehörte: das Kurfürstentum Köln, das Herzogtum Jülich, die Grafschaft Blankenheim-Manderscheid und das Herzogtum Arenberg.

Der Verein erarbeitet und vermittelt historisches Wissen über den Kreis Euskirchen sowie die nördliche Eifel durch Vorträge, Exkursionen und Veröffentlichungen.



Montag, 14. November 2011 • Kategorie: Der Verein • Dauerhafte Einträge

„Euskirchen – eine Stadt im ständigen Wandel“

Dienstag, 27.11.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino Euskirchen

20181127Euskirchen.pdf
Die Kreisstadt Euskirchen erfuhr in den letzten hundert Jahren insgesamt drei große stadtplanerische Veränderungen mit jeweils zukunftsweisenden Perspektiven. In der Gründerzeit, die mit einem immensen wirtschaftlichen wie demographischen Wachstum der Stadt verbunden war, beherrschten die Schornsteine der Fabriken sowie öffentliche und private Monumentalbauten das Stadtbild. Die einschneidende Zäsur des Zweiten Weltkriegs brachte verhängnisvolle Zerstörungen mit sich, bei denen ein Großteil der prunkvollen Monumentalbauten verloren ging. Die dritte entscheidende Veränderungsphase war die Stadtkernsanierung der 1970er Jahre, die dem Drang nachgab, mit funktionalen Betongroßbauten die Kreisstadt als „Mittelzentrum“ aufzubauen.
Die beiden Referenten möchten den Besucher zu einem gedanklichen Spaziergang durch Euskirchen einladen und an markanten ausgewählten Häusern und Plätzen den Wandel in der historischen Bebauung im letzten Jahrhundert darstellen. In zahlreichen Bildern wird der Charakter der boomenden kaiserzeitlichen Kreisstadt über die fast völlige Kriegszerstörung hin zur modernen Einkaufsstadt aufgezeigt. Dabei werden die historischen Aufnahmen dem heutigen Erscheinungsbild gegenübergestellt, wenn möglich in ein und derselben Perspektive.


Referenten: Theo Heinrichs und Dr. Gabriele Rünger
Eintritt frei



Donnerstag, 8. November 2018 • Kategorie: Termine

Die Kapuziner von Münstereifel – Bettelmönche und Unternehmer

Dienstag, 06.11.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino Euskirchen

Hubert Salentin, Kapuzinerpredigt vor Zülpich, Gemälde in der Landesburg Zülpich


1574 erlaubte Papst Gregor XIII den Kapuzinern, sich außerhalb der Grenzen Italiens niederzulassen. Ab dann begann für den gegenreformatorischen Orden ein derart rasanter Aufstieg, dass man ihn als Modeorden der Barockzeit bezeichnen könnte. Die Nachfrage nach Niederlassungen war zeitweise so hoch, dass die Ordensleitung aus Personalmangel jedoch ablehnen musste.
In der Reihenfolge der Klostergründungen stand Münstereifel 1619 vor Jülich (1622), Düren (1636) und Euskirchen (1640), den anderen Hauptstädten im Herzogtum Jülich. Im kurkölnischen Zülpich wurde 1635 eine Niederlassung begründet.
Neben der seelsorgerischen Tätigkeit in und um Münstereifel betrieb der Orden eine Tuchmacherei, die nicht nur den eigenen Bedarf deckte, sondern auch sämtliche Kapuzinerklöster in der Ordensprovinz versorgte.

Die Referentin wertete bislang unbekanntes Archivmaterial aus und erzählt vom Leben und Wirken der Kapuziner und ihrem Einfluss auf die Geschichte der Stadt.

Referentin: Karin Trieschnigg
Eintritt frei



Donnerstag, 11. Oktober 2018 • Kategorie: Termine