"Die nunnen von der portzen des hymletz - Das Kloster Schweinheim"



Seit dem Jahre 2005 wurde das Kloster Schweinheim von seinem Eigentümer mit gekonnten Restaurierungen und behutsamen baulichen Neuerungen wiederbelebt. Inmitten einer idyllischen Wald- und Wiesenlandschaft zwischen Kirchheim, Schweinheim und Loch bietet es heute einen exklusiven Rahmen für Tagungen und Fortbildungen. Es ist zu einem Ort der körperlichen und seelischen Entspannung geworden und knüpft damit an seine Vergangenheit an. Nachweislich war es 564 Jahre lang (von 1238 bis 1802) ein Ort der Kontemplation, des Betens und der zisterziensischen Ordnung; ein Ort, an dem Frauen adeliger Herkunft ein Leben nach den Regeln des hl. Benedikt in strenger Klausur lebten und dennoch das Kloster zu einem wirtschaftlichen Erfolg führten.
Bislang galt die Erforschung der Geschichte des Frauenklosters als nur lückenhaft möglich, da bald nach der Aufhebung im Jahr 1802 die mobilen Einrichtungsgegenstände des Klosters und der Klosterkirche verstreut und der Gebäudekomplex der gesamten Klosteranlage bis auf zwei Teile abgerissen wurde. Die Forschungen zum Kloster Schweinheim gehen im Wesentlichen auf Carl Schorn und Johannes Becker zurück und sind über hundert Jahre alt. Hauptsächlich gingen sie der Frage nach den Besitztümern des reichen Klosters nach. Die Referentin ging auf Spurensuche, entdeckte bislang unbekannte liturgische Geräte, bezog neue Aspekte, die aus der verstärkten Forschung zum Zisterzienserorden in den letzten Jahren gewonnen werden konnten, mit ein und fragte nach den Nonnen, die im Kloster an der Himmelspforte lebten.
Referentin: Dr. Gabriele Rünger
Eintritt frei



Donnerstag, 13. Dezember 2018 • Kategorie: Termine

„Euskirchen – eine Stadt im ständigen Wandel“

Dienstag, 27.11.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino Euskirchen

20181127Euskirchen.pdf
Die Kreisstadt Euskirchen erfuhr in den letzten hundert Jahren insgesamt drei große stadtplanerische Veränderungen mit jeweils zukunftsweisenden Perspektiven. In der Gründerzeit, die mit einem immensen wirtschaftlichen wie demographischen Wachstum der Stadt verbunden war, beherrschten die Schornsteine der Fabriken sowie öffentliche und private Monumentalbauten das Stadtbild. Die einschneidende Zäsur des Zweiten Weltkriegs brachte verhängnisvolle Zerstörungen mit sich, bei denen ein Großteil der prunkvollen Monumentalbauten verloren ging. Die dritte entscheidende Veränderungsphase war die Stadtkernsanierung der 1970er Jahre, die dem Drang nachgab, mit funktionalen Betongroßbauten die Kreisstadt als „Mittelzentrum“ aufzubauen.
Die beiden Referenten möchten den Besucher zu einem gedanklichen Spaziergang durch Euskirchen einladen und an markanten ausgewählten Häusern und Plätzen den Wandel in der historischen Bebauung im letzten Jahrhundert darstellen. In zahlreichen Bildern wird der Charakter der boomenden kaiserzeitlichen Kreisstadt über die fast völlige Kriegszerstörung hin zur modernen Einkaufsstadt aufgezeigt. Dabei werden die historischen Aufnahmen dem heutigen Erscheinungsbild gegenübergestellt, wenn möglich in ein und derselben Perspektive.


Referenten: Theo Heinrichs und Dr. Gabriele Rünger
Eintritt frei



Donnerstag, 8. November 2018 • Kategorie: Termine

Die Kapuziner von Münstereifel – Bettelmönche und Unternehmer

Dienstag, 06.11.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino Euskirchen

Hubert Salentin, Kapuzinerpredigt vor Zülpich, Gemälde in der Landesburg Zülpich


1574 erlaubte Papst Gregor XIII den Kapuzinern, sich außerhalb der Grenzen Italiens niederzulassen. Ab dann begann für den gegenreformatorischen Orden ein derart rasanter Aufstieg, dass man ihn als Modeorden der Barockzeit bezeichnen könnte. Die Nachfrage nach Niederlassungen war zeitweise so hoch, dass die Ordensleitung aus Personalmangel jedoch ablehnen musste.
In der Reihenfolge der Klostergründungen stand Münstereifel 1619 vor Jülich (1622), Düren (1636) und Euskirchen (1640), den anderen Hauptstädten im Herzogtum Jülich. Im kurkölnischen Zülpich wurde 1635 eine Niederlassung begründet.
Neben der seelsorgerischen Tätigkeit in und um Münstereifel betrieb der Orden eine Tuchmacherei, die nicht nur den eigenen Bedarf deckte, sondern auch sämtliche Kapuzinerklöster in der Ordensprovinz versorgte.

Die Referentin wertete bislang unbekanntes Archivmaterial aus und erzählt vom Leben und Wirken der Kapuziner und ihrem Einfluss auf die Geschichte der Stadt.

Referentin: Karin Trieschnigg
Eintritt frei



Donnerstag, 11. Oktober 2018 • Kategorie: Termine