„DAS UNESCO-Welterbe im Rheinland“

Dienstag, 27.02.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino

Das Welterbeprogramm ist quasi die Visitenkarte der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), ähnlich prägend für das Image wie die Weihnachtskarten für UNICEF. Meist wird das Emblem als reines Tourismussiegel angesehen. Doch was steckt tatsächlich hinter der Auszeichnung als ein „Gut von außergewöhnlichem universellem Wert“? Um diese Frage beantworten zu können, wird zunächst die Mission der zwischenstaatlichen Sonderorganisation der Vereinten Nationen vorgestellt und skizziert, welche Herausforderungen die chronisch unterfinanzierte Institution zu meistern hat. Die Entwicklung des Welterbes wird dann anhand der Beispiele des Aachener und des Kölner Doms sowie der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal aufgezeigt. Der Einsatz einzelner Persönlichkeiten kann dabei entscheidend sein für die Aufnahme in die Liste des (gefährdeten) Welterbes.
Auch Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes wie Bräuchen und Ritualen wurden inzwischen von der UNESO formuliert. Insgesamt lädt der Vortrag dazu ein, sich selbst eine Meinung zu bilden: Inwieweit ist der Anspruch der UNESCO auf eine globale Geltung von lokal verortetem Erbe idealistisch, realistisch, notwendig oder schlicht unsinnig?


Referentin: Hilde Naurath
Eintritt frei

(Foto: Nagasaki-Engel, "UNESCO/M. Ravassard")



Donnerstag, 1. Februar 2018 • Kategorie: Termine

Hermann Pünder - Patriot und Europäer

Dienstag, 30.01.2018
18:00 Uhr Vortrag im Casino


Während der Weimarer Republik war Hermann Pünder Staatssekretär der Reichskanzlei unter verschiedenen Kanzlern. Politisch unbelastet, fungierte er nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 bis 1948 als Kölner Oberbürgermeister. Anschließend leistete Pünder in dem von den Alliierten besetzten Deutschland als Oberpräsident der Bizone und später der Trizone, aus der die Bundesrepublik Deutschland hervorging, einen bedeutenden Beitrag zur Wiedererrichtung des parlamentarisch-demokratischen Rechtsstaats. Damit fiel ihm gleichsam eine Brückenfunktion bei der Überwindung des Abgrunds zwischen der ersten und der zweiten deutschen Republik zu.
Dr. Hermann Pünders enge Verbindung zur Stadt Münstereifel, in der er 1906 am St. Michael-Gymnasium Abitur machte, blieb sein Leben lang bestehen. Er übernahm 1957 den Vorsitz des Vereins Alter Münstereifeler, des Ehemaligenvereins der Münstereifeler Gymnasien, der neben der Kontaktpflege der Abiturienten, seine Ziele in der Bildungsarbeit und Erforschung der Stadt sieht. Ab 1961 war Pünder Ehrenvorsitzender dieses Vereins. Die Erneuerung des jüdischen Friedhofs in Münstereifel geht auf ihn zurück.
Dr. Hildegard Wehrmann veröffentlichte im Jahr 2012 ihre Dissertation zum Leben und zur politischen Arbeit Hermann Pünders.
Referentin: Dr. Hildegard Wehrmann
Eintritt frei



Samstag, 6. Januar 2018 • Kategorie: Termine

„Die Klabers – Geschichte einer jüdischen Familie aus dem Rheinland“

Dienstag, 28.11.2017,18:00 Uhr
Vortrag und Führung durch die Ausstellung im Kreishaus, Jülicher Ring 32


In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließen sich die Klabers in Zülpich nieder. Zwei Ge-nerationen später waren die Mitglieder von Moses Klabers großer Familie in verschiedenen Leitberufen des Landjudentums etabliert. Im Kaiserreich waren sie nunmehr rechtlich gleich-gestellt. Als überzeugte deutsche Bürger dienten sie als Soldaten im Ersten Weltkrieg. Einige erlangten bescheidenen Wohlstand bevor sie unter der NS-Herrschaft ihrer bürgerlichen Rechte beraubt, ausgegrenzt und verfolgt wurden. Die meisten Mitglieder der Familie Klaber wurden deportiert und ermordet, nur wenige überlebten.
Margot Epstein, geboren und aufgewachsen in Bonn, hat bei ihrer Flucht 1939 nach Großbritannien und weiter in die USA viele persönliche Fotos der Familie retten können. Die Ausstel-lung der Gedenkstätte für Bonner Opfer des Nationalsozialismus erzählt anhand dieser Fotos und persönlicher Dokumente die Geschichte der Klabers in der Eifel, im Rheinland und in der ganzen Welt.
Vortrag und Führung durch die Ausstellung: Astrid Mehmel, Leiterin der Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus



Sonntag, 12. November 2017 • Kategorie: Termine