Kommen. Gehen. Bleiben.

Zur Geschichte der Migration im Kreis Euskirchen.
Deutschland ist ein Zuwanderungsland. Auch der Kreis Euskirchen entwickelt sich zu einer Region der Zuwanderung, in dem aktuell Menschen aus fast 150 verschiedenen Herkunftsländern leben. Die öffentliche Diskussion um Zuwanderungsfragen hat in ihrer politischen Bedeutung seit Jahrzehnten nicht an Aktualität verloren.  Doch nur selten reicht dabei die Erinnerung über die letzten Jahrzehnte hinaus zurück. Dagegen spannen die Ausstellung und der begleitende Katalog „Kommen. Gehen. Bleiben.“ einen Bogen von der Steinzeit bis zur Gegenwart und stellen dabei die politischen, wirtschaftlichen, rechtlichen, religiösen und kulturellen Zusammenhänge von Zu- und Abwanderung mit Blick auf den Kreis Euskirchen heraus. Wanderhandel und temporäre Arbeitsmigration werden ebenso thematisiert wie dauerhafte Ein- oder Auswanderung sowie Flucht und Vertreibung aus religiösen oder politischen Motiven.
Die Menschen und ihre Schicksale  stehen dabei im Zentrum. Dabei reicht es oft bereits, seine eigene Familie nur drei oder vier Generationen zurückzuverfolgen: Schon vor 150 Jahren wohnte nur etwa die Hälfte der Menschen an dem Ort, an dem sie geboren worden waren.
Diese thematische Öffnung will nicht die grundlegenden Unterschiede zwischen den Formen der Migration verwischen, sondern den Blick für eine differenzierte Wahrnehmung schärfen. „Jeder Mensch ist Ausländer – fast überall.“   

Geschichte im Kreis Euskirchen

Jahrgang 29

2015

ISBN: 978-3-944566-46-7



Dienstag, 26. Juli 2016 • Kategorie: Publikationen

Publikationen des Gesichtsvereins des Kreises Euskirchen e.V.

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Dienstag, 26. Juli 2016 • Kategorie: Publikationen

Das Jahr 1914 - Deutsch-französische Partnerstädte erinnern an den Ersten Weltkrieg

Als Sonderband des Geschichtsvereins des Kreises Euskirchen e.V. wird am 20.März 2015 eine neue Publikation vorgestellt mit dem Titel:
„Das Jahr 1914 – Deutsch-französische Partnerstädte erinnern an den Ersten Weltkrieg
Charleville-Mézières in den Ardennen, Euskirchen im Rheinland, Dülmen in Westfalen, Nordhausen in Thüringen.“  
Das europäische Gedenkjahr zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 ist unterschiedlich begangen worden; selten in konkreten Projekten einer grenzüberschreitenden Erinnerung. Es ist ein Glücksfall, wenn deutsch-französische Verschwisterungen zu einem gemeinsamen, vergleichenden historischen Beitrag führen. Charleville-Mézières ist seit langem mit Euskirchen im Rheinland, Dülmen in Westfalen und Nordhausen in Thüringen verschwistert. Die Fachhistoriker Jacques Lambert, Dr. Reinhold Weitz, Dr. Stefan Sudmann, Rudolf Hermanns und Dr. Peter Kuhlbrodt legen eine Arbeit zum Jahr 1914 vor, die das Doppelgesicht von Krieg und Frieden zeigt. Es ist das Ziel der gemeinsamen Veröffentlichung, den Erscheinungsformen des Kriegsalltags nachzugehen – ob an der Heimatfront oder unter fremder Besatzung, und aufzuzeigen, was vergleichbar oder gegensätzlich ist. Der Untersuchungsrahmen ist zum einen chronologisch und thematisch vorgegeben, zum anderen durch das individuelle Profil der vier Städte bedingt, was unterschiedliche Akzentsetzungen zur Folge hat. Alle Partnerstädte waren vor dem Waffengang wirtschaftlich und kulturell aufstrebende Gemeinwesen. Die Veröffentlichung schildert, wie die Menschen in den Augusttagen 1914 gehandelt, gedacht und gefühlt haben und wie der Erste Weltkrieg das Alltagsleben in den Städten veränderte. In Charleville und Mézières richtete der deutsche Kaiser Wilhelm II. sein großes Hauptquartier ein und musste die Bevölkerung unter den Repressalien einer Besatzungsmacht leiden. Das Leben an der deutschen „Heimatfront“ erfasste den Einzelnen immer totaler, um den Nachschub an Menschen und Material für den Krieg sicher zu stellen. Die angebliche Erbfeindschaft zwischen Deutschen und Franzosen entfachte einen Konflikt, in dem beide Zivilgesellschaften bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gefordert wurden.
Vor dem Hintergrund eines hoffentlich weiter zusammenwachsenden Europa, das die Lektionen der Vergangenheit gelernt hat, ist die gemeinsame, grenzüberschreitende Arbeit der fünf Autoren besonders herauszustellen.
Das Buch umfasst 200 Seiten, ist reich bebildert und zum Preis von 20,- € im Buchhandel und beim Verlag Ralf Liebe in Weilerswist erhältlich. ISBN: 978-3-944566-37-5
DasJahr1914-Deutsch-franzoesischePartnerstadteerinnernandenErstenWeltkrieg.pdf



Samstag, 21. März 2015 • Kategorie: Publikationen