209

Frauen. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung.

Titelseite.pdf

 Gabriele Rünger (Hg.)

Geschichte im Kreis Euskirchen, Jg. 32, Weilerswist 2018

ISBN: 978-3-944566-88-7

Männer regierten nicht nur im Land, sondern auch zu Hause. Männer

befehligten Heere. Männer sprachen Recht. Männer bestimmten im Staat -

und auch in der Familie. Dass Frauen in dieser "Männer-Welt" eine

wichtige Rolle spielten, war die Ausnahme. Sie standen im Hintergrund,

ihr Platz war im Haus und nicht in der Öffentlichkeit.

In der Publikation "Frauen. Zwischen Fremd- und Selbstbestimmung"

geht es um Frauen im Alten Reich, die in den räumlichen Grenzen des

heutigen Kreises Euskirchen wikrten oder aus dieser Reion stammten.

In biographischen Portraits wird ihr Lebensweg als Herrscherin,

Ehefrau, Witwe, Mutter, Stifts- und Klosterfrau oder Stifterin

nachgezeichnet und dabei immer wieder die Fagre gestellt, wie weit diese

Frauen rechtlich, sozial und Persönlich ein fremd- oder

selbstbestimmtes Leben führen konnten.



Montag, 1. April 2019 • Kategorie: Publikationen

Geschichte im Kreis Euskirchen Bd. 31

Karin Trieschnigg: Dr. Johannes Moeden (1592 – 1663). Heiratsschwindler – Bürgermeister – Hexenjäger. Zur Karriere eines Juristen im 17. Jahrhundert, Weilerswist 2018


Buchvorstellung im historischen Ratssaal in Bad Münstereifel

(von links nach nach: Karin Trieschnigg, Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Dr. Gabriele Rünger)

Foto: Marita Hochgürtel

Während des 16. und 17. Jahrhunderts wurden vor den weltlichen Gerichten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation Tausende Hexereiverfahren geführt. Die moderne Hexenforschung hat sich intensiv mit den Verfolgungsstrukturen, den beteiligten Personen, insbesondere mit den Opfern beschäftigt. In der Nordeifel, in den Herrschaften und Städten des Erzbistums Köln und im Herzogtum Westfalen engagierten sich so genannte „Hexenkommissare“ in den Prozessen. Bislang fehlt es an Biographien, die deren Tätigkeit nicht nur vor Gericht, sondern ihre Ausbildung, ihr soziales Profil, ihre familiären wie beruflichen Netzwerke untersuchen. Für den Juristen Dr. Johannes Moeden, einen der berüchtigsten „Hexenkommissare“, wird diese Forschungslücke mit dem vorliegenden Buch geschlossen.

Die Autorin Karin Trieschnigg hat während zwanzig Jahren eine akribische Spurensuche in den Archiven betrieben, um die Biographie Moedens erstellen zu können. Aus vielen Puzzleteilchen konnte sie das Leben und das Itinerar Moedens rekonstruieren. Plastisch sichtbar wird nun ein Jurist, der seinen Weg machte vom sich fromm gebenden Jesuitenschüler in Koblenz über eine Studienzeit in Würzburg bis zu einem geachteten Ratsherrn und Bürgermeister in Münstereifel und schlussendlich als Assessor am Koblenzer Hofgericht. Sein Engagement als „Hexenkommissar“, das mehr als 300 Menschen den Feuertod brachte, hat seinem bürgerlichen Aufstieg nicht im Wege gestanden.
Neben diesem geradlinig erscheinenden Karriereweg enthüllt Karin Trieschnigg die zweite, weniger achtbare Seite des Johannes Moeden als Heiratsschwindler wie auch als Bankrotteur, der aus Münstereifel fliehen musste. Damit liegt erstmals die ausführliche Biografie eines Juristen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges vor, zu dessen alltäglichem Geschäft auch die Hexenjagd gehört hat.

ISBN:978-3-994566-85-6
Preis: 15,- €

https://eifeler-presse-agentur.de/2018/09/heiratsschwindler-buergermeister-hexenjaeger/#more-60381



Mittwoch, 19. September 2018 • Kategorie: Publikationen

Herren und Hexen in der Nordeifel

Die Veröffentlichung "Geschichte im Kreis Euskirchen", Band 30, ist im Buchhandel  zum Preis von 20,- € erhältlich.

ISBN: 978-3-944566-77-1

Herren und Hexen in der Nordeifel

er Band 30 der Reihe „Geschichte im Kreis Euskirchen“ präsentiert die Ergebnisse des vom Landschaftsverband Rheinland, dem Geschichtsvereins des Kreises Euskirchen und der Universität Trier geförderten Projektes Herren und Hexen in der Nordeifel. Darstellung – Edition – Vergleiche. Mit dieser Kooperation wurden die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie in guter landesgeschichtlicher Tradition ein lokaler Geschichtsverein mit der universitären Forschung verknüpft. Im Kontext der einschlägigen Vorgänge in der Eifel sowie in Europa stellt Rita Voltmer zunächst die schweren Schmidtheimer Hexenverfolgungen der Jahre 1597 bis 1635 unter Reinhard d. J. und seinem Sohn Bertram Beissel von Gymnich dar. Der Editionsteil präsentiert dann dreizehn ausgewählte Schmidtheimer Prozessakten aus der Zeit, von denen jeder für einen besonderen Aspekt der dortigen Verfolgungen stehen. Hervorzuheben ist der Prozess gegen den wegen angeblicher Hexerei zum Tode verurteilten Laurenz Kirsbach (1630), ehemaliger Pfarrer von Schmidtheim. Abschließend finden sich fünf Beiträge, die den Blick öffnen auf vergleichbare Vorgänge in Flamersheim und Müddersheim (Claudia Kauertz), Rheinbach (Thomas P. Becker) oder in der Kurpfalz, in Kurtrier bzw. ihren Kondominien (Walter Rummel). Weitergehende Perspektiven bietet der Beitrag von Katrin Moeller zu den Hexenverfolgungen in der mecklenburgischen Kleinstadt Plau.
Zahlreiche Abbildungen (darunter viele in Farbe), eine Übersichtskarte, eine Liste, Glossare und ein Ortsregister erleichtern die Benutzung dieses facettenreichen Bandes, der neue Erkenntnisse und Materialien für die internationale Hexenforschung, die Lokal- und Regionalgeschichte, die Sprachwissenschaften sowie die Rechts- und Kulturgeschichte bereitstellt.




Freitag, 18. Mai 2018 • Kategorie: Publikationen