Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V.

Die Publikationen des Geschichtsvereins des Kreises Euskirchen e.V. erhalten dessen Mitglieder als Jahresgabe jeweils kostenfrei zugesandt. Die Titel sind bei der Geschäftsstelle in der Historischen Kreisbibliothek zu beziehen. Es handelt sich teilweise um Restbestände von Vereinspublikationen. Die Publikationen können auch online bestellt werden. Zu einigen Publikationen finden sie als Orientierung ein Abstract (Inhaltsangabe), dieses ist jeweils verlinkt.

Eine Reihe der Publikationen sind noch als Restauflagen zu deutlich reduzierten Preisen erhältlich! (rot markiert)

Das Rheinland - wo es liegt und was es ist von Dr. Reinhold Weitz (pdf)
(Eine Handreichung - für Rheinländer - in ein unbekanntes Land)

Band

Autor(en)

Titel

Preis

JG 04

C.P. Joist

Curtius Schulten – Maler der Eifel

vergriffen

JG 05

W. Hanf, W. Herborn

Rodungsdörfer der Eifel

5,00 €

JG 07

W. Herborn u.a.

Zum Prümer Urbar

5,00 €

JG 10

 

Chlodwig und die “Schlacht bei Zülpich”

5,00 €

JG 11

J.C. Gummlich u.a.

Werke aus der Kölner Malerschule

5,00 €

JG 12

H. Bongart, F. Kuhl, G. Rünger

Landbevölkerung im 18. Jahrhundert

5,00 €

JG 13

15 Autoren

Im Kaiserreich – Die Zeit Wilhelms II. im Kreis Euskirchen

5,00 €

JG 14

Chr. Schaden

Die Antwerpener Schnitzaltäre im ehem. Dekanat Zülpich

10,00  €

JG 16

H.J. Kesternich

WOAT VÜE WOAT (Mundartwörterbuch)

10,00  €

JG 17

 

Bürgertum im 19. Jahrhundert

17,50  €

JG 18/19

Chr. Bungartz, R. Gier, P. Scheuten

Von der Eifel nach Amerika

17,00  €

JG 20/21

Dr. R. Weitz u.a.

Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen Band 1 + 2

24,00  €

JG 22

 

Der Erste Weltkrieg in regionalen Zeitzeugnissen

 

JG 23

diverse Autoren

Simplicius und die Seinen. Über den Schriftsteller Heinz Küpper

 

Sonderveröffentlichung im Jahr 2009

Dieter Rieck, Josef Weber

Die Wirbeltiere im Kreis Euskirchen

15,00 €

Abstracts zu den Publikationen

Bürgertum im 19. Jahrhundert

Das lange 19. Jahrhundert hat in Staat und Gesellschaft Erscheinungsformen geschaffen oder verstärkt, die bis heute fortdauern. Zu einem der auffälligsten Kennzeichen der Epoche zählt die Herausbildung des Bürgertums. Man weiß, wie es sich in den alten Residenz- und Handelsstädten entwickelt hat. Über die Verbürgerlichung auf dem Land und in den Kleinstädten ist wenig bekannt.
Die Beiträge dieser Veröffentlichung bieten zum einen "Familiengeschichten in allgemeiner Absicht", zum anderen untersuchen sie unter dem Blickwinkel der Politik, wie das regionale Bürgertum durch die Kategorien von Konfession und Klasse geprägt wurde. Um den Hauptbeitrag über die Familie Fischer mit ihrer Verwurzelung im evangelischen, kaufmännischen Bürgertum in und um Euskirchen stehen kürzere Abrisse über Fabrikanten mit anderer Herkunft und aus dem katholischen Milieu. Die Rolle der Euskirchener Protestanten fordert zum Vergleich mit den Familiengeschichten aus dem Schleidener Tal auf. Im Revolutionsjahr 1848 werden wie in einem Brennglas bürgerliche Ideen und Ideologien sichtbar.

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C.P. Joist: Curtius Schulten - Maler der Eifel

Mit der Retrospektive auf das Werk von Curtius Schulten wird der identitätsstiftenden Spur einer Kulturlandschaft nachgegangen. Unter den Künstlern ist er der "Maler der Nordeifel" genannt worden. Sie wurde - als er in Blankenheim den Wohnsitz nahm seine zweite Heimat, biographisch und künstlerisch, und er wurde mit seinen zahlreichen Aquarellen, Zeichnungen und Ölbildern ihr Interpret. Die Landschaftsmotive aus dem Quellgebiet der Ahr bilden einen Schwerpunkt seines Schaffens.
Der heutige Kreis Euskirchen hat also allen Grund, das Oeuvre dieses Malers in Erinnerung zu rufen. Es ist eine Werbung für seine landschaftlichen Schönheiten und ein Dokument für viele im Wandel begriffene Örtlichkeiten. In Sprache und Bildauswahl tritt an Stelle der subjektiven Wertung aus der Feder der Freunde und Liebhaber die sachkritische Untersuchung. Dieser Aufgabe hat sich Dr. C. P. Joist unterzogen, der die Arbeit unter wissenschaftlichen Fragestellungen angegangen ist, als Kunsterzieher und Graphiker aber selbst auch um die Bedingungen des Malens weiß. Auf die illustrative Gestaltung der Publikation ist viel Mühe verwandt worden. Die Abbildungen sind nicht Dekoration, sondern in ihrer chronologischen, motivlichen und technischen Systematik ein integrierter Bestandteil der Veröffentlichung. Sie sprechen ihre eigene Sprache, vielleicht eindringlicher als manche Textstelle.

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W. Herborn u.a.: Zum Prümer Urbar

1993 konnten mehr als zwei Dutzend Ortschaften des Kreises Euskirchen auf ihre Ersterwähnung zurückblicken, die 1100 Jahre zurücklag und in den Ortsangaben des Prümer Urbars von 893 begründet war. Neben einem sozialgeschichtlichen Basisbeitrag zur Prümer Grundherrschaft im heutigen Kreisgebiet werden Themen des ländlichen Alltags in Dörfern an der mittleren Erft untersucht, so dass Aspekte der Ausgangsquelle in Zeitschnitten vom 16. bis 20. Jahrhundert weitergeführt werden.

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Chlodwig und die “Schlacht bei Zülpich”

"Geschichte und Mythos" - lautet der Untertitel der Veröffentlichung wie der Ausstellung über Chlodwigs Schlacht bei Zülpich. Er deutet die Spannbreite eines Vorgangs an, der als Faktum in den Einzelheiten umstritten ist, dessen Tragweite und Wirkung aber auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene nicht hoch genug eingeschätzt werden können.
Dem Geschichtsschreiber Gregor von Tours zufolge soll der Frankenkönig Chlodwig seinen Sieg über die Alemannen im Jahr 496/7 mit einem Bekehrungsversprechen verbunden haben. Die anschließende Taufe des Herrschers und seiner Gefolgschaft vollzog der Bischof Remigius von Reims. Diese Ereignisse begründeten ein fränkisches Großreich, das durch die Übernahme des römisch-katholischen Christentums die Voraussetzung für das mittelalterliche Abendland schuf. Die Gestalt des ersten fränkischen Großkönigs, seine Taufe und die Örtlichkeit TolbiacumlZülpich haben in den späteren Jahrhunderten bedeutende Spuren hinterlassen. Bei der Entwicklung des westfränkischen Reiches zum französischen Nationalstaat wurde Chlodwig seit dem hohen Mittelalter zur sakralen Gründerfigur stilisiert. In der Neuzeit wurde sie in Frankreich zu einem politisch-propagandistischen Werkzeug - innenpolitisch, aber besonders in den Außenbeziehungen zu Deutschland. Das Chlodwigbild geriet in den Sog nationalistischer Klischees und wurde stellenweise zum Gradmesser, an dem der Stand der deutsch-französischen Beziehungen abzulesen war.
Die Veröffentlichung hat sich ein zweifaches Ziel gesetzt: Sie will zum einen das heutige Wissen um die Schlacht und Taufe Chlodwigs wiedergeben und in ihren geschichtlichen Zusammenhang einbetten. Die Publikation will zum anderen herausarbeiten, wie die publizistisch-literarische, die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung um die Persönlichkeit Chlodwigs von den politischen und geistigen Strömungen der jeweiligen Epoche beeinflußt worden ist. Ein Schwerpunkt der Untersuchung gilt der politisch-ideologischen Wirkung des Ereignisses. Neben den Überblick über die französische Rezeption, der erstmalig ein für das deutsche Publikum weitverstreutes Material zusammenfaßt, tritt der Versuch, schwerpunktartig die lokale und rheinische sowie deutsche Chlodwigtradition zu untersuchen.

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Im Kaiserreich – Die Zeit Wilhelms II. im Kreis Euskirchen

Im Sommer 1998 hat das Kreismuseum Blankenheim mit der Ausstellung "Vom Kaiserreich zur Republik" die Rückschau auf das zuende gehende Jahrhundert eröffnet. Mit dem Aufsatzband wird das Ausstellungsthema vertieft. Der Geist der wilhelminischen Kaiserzeit war im Reichsgebiet wie im Kreis ein obrigkeitlicher, aber zugleich durch die dynamischen Kräfte der nationalen Größe und des technisch-wirtschaftlichen Fortschritts geprägt. Das Bewusstsein, an den "herrlichen Zeiten" teilzuhaben, formte das zeitgenössische Handeln und Denken. Es war im aufstrebenden Kleinbürgertums Euskirchens ausgeprägter als in den Dörfern. Ein borussisch-kaisertreuer Sinn bestimmte das Staatsleben und den gesellschaftlichen Alltag. Er war auch im kirchlich-katholischen Milieu vertreten, wo man nach dem Kulturkampf bemüht war, als gute und damit patriotische Deutsche zu erscheinen.Der Erste Weltkrieg desillusionierte die hochgespannten Erwartungen der Friedenszeit. Die Jahre 1914 - 1918 schufen aus einer Gesellschaft, die einer Gemeinschaftsideologie nachhing, die Notgemeinschaft. Sie legte die Probleme offen - die Fragen nach der Reichseinheit und dem rheinischen Sonderbewußtsein, den sozialen und weltanschaulichen Spannungen, dem Verhältnis von Staat und Kirche.
Es war unser Bestreben, die für die wilhelminische Zeit symptomatischen Erscheinungen herauszugreifen und aus der Literatur wie den Zeitquellen verständlich darzustellen. Bewußt wurde ausführlich zitiert und dokumentiert. Zweifellos hätten die militärischen Traditionsvereine, die Arbeiterfrage und das Parteiwesen behandelt werden können. Diese Aspekte sind aber für die Gesellschaftspolitik der Zwanziger Jahre von größerer Tragweite. Ähnliches gilt für das ausdifferenzierte Vereinswesen und die Frauenfrage.

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Chr. Schaden: Die Antwerpener Schnitzaltäre im ehem. Dekanat Zülpich

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gelangten sechs Schnitzaltäre aus Antwerpen in die nördliche Eifel. Sie zählen heute zu den wertvollsten sakralen Kunstwerken dieser Region. Die wissenschaftliche Publikation über die Altäre in Euskirchen, Zülpich, Bürvenich und Mariawald/Heimbach ist aus einer Dissertation bei Professor F. G. Zehnder hervorgegangen. Sie behandelt die Werkgeschichte und die Stifter. Die einzelnen Bildfelder der Retabel werden in Typus und Stil dargestellt. Die Malereien können u. a. den Antwerpener Meistern Adrian van Overbeck, Colijn de Coter und Pieter Coecke van Aelst zugeschrieben werden.

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H.J. Kesternich: Woat füe woat

Die Mundarten prägen nach wie vor den Alltag im Rheinland. Sie vermitteln eine rheinische Sicht der Dinge. Wer das Profil der Region erkennen will, muss bei der Mundart anfangen. Ein Wörterbuch übernimmt dabei die zentrale Aufgabe der Sprachtradition. Qualität und Praktikabilität sind die Vorzüge des Euskirchener Lexikons. Die alphabetische Ordnung der klar gegliederten Wortartikel erlaubt den schnellen Zugriff und Überblick. Das Lexikon mit seinen über 10 000 Stichwörtern bietet einen hervorragenden Einstieg in die Farbigkeit, Vielfalt und Differenziertheit des Euskirchener Platt.

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H. Bongart, F. Kuhl, G. Rünger: Landbevölkerung im 18. Jahrhundert

Unser Geschichtsverständnis ist an Ereignissen und Persönlichkeiten ausgerichtet. Lebensdaten anonymer Dorfbewohner eines Jahrhunderts, das weit vor unserer Erinnerung liegt, stoßen gemeinhin auf Desinteresse.Dabei lohnt es die Mühe, Zahlen zu einem Puzzle über das Alltagsleben im 18. Jahrhundert zusammenzusetzen. Die beiden Historikerinnen Friederike Kuhl und Gabriele Rünger haben aus den Kirchenbüchern im Erftgebiet zwischen Bad Münstereifel und Euskirchen die Daten von annähernd 10 000 Personen ausgewertet. Harald Bongart stützt sich vornehmlich auf Weistümer und beschreibt die unterschiedlichen Reglementierungen, denen das tägliche Leben auf dem Lande damals unterworfen war. Mit der scheinbar so unanschaulichen Sonde der statistischen Erhebung taucht ein konkretes Bild des Alltags im engen Wortsinn auf Alltag als die Normalität der menschlichen Lebensbedingungen zwischen Geburt und Tod, Kindheit und Alter, Heirat und Fortpflanzung, Alltag im Rhythmus des bäuerlichen Jahres und unter dem Einfluß von Kriegen, Seuchen und Naturkatastrophen sowie in den Bindungen der kirchlichen' Moral und der Rechtsverordnungen. Die Kluft in den Grunderwartungen an das Leben ist zu heute unübersehbar. Die existentiellen Rahmenbedingungen für den einzelnen Menschen waren anders, seine Glücksvorstellungen bescheidener.

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J.C. Gummlich u.a.: Werke aus der Kölner Malerschule

Die Landstadt Euskirchen war Ende des 15. Jahrhunderts in ein reiches Beziehungsgeflecht kultureller, politischer und wirtschaftlicher Art eingebunden. Es gab starke, vielschichtige Bindungen an die Metropole Köln, aber auch mit dem Kloster Steinfeld und sogar der Stadt Deventer in den Niederlanden, von wo die religiöse Bewegung der Devotio Moderna ausgegangen war. Der Jahrgang 11 der Reihe "Geschichte im Kreis Euskirchen" ist diesmal ein Beitrag zur Kunstgeschichte in unserem Kreis. Drei Werke aus der Kölner Malerschule, die in den Jahren um 1480 im Auftrag von Euskirchener Familien entstanden und ihren Platz in Kirchen des Kreises fanden, sollen in diesem Band vorgestellt werden.
Heike Wegener beschreibt den Frauenberger Altar, ein Triptychon, das bis heute auf dem linken Seitenaltar der Pfarrkirche St. Georg in Frauenberg aufbewahrt wird. Diesen Kunstschatz verdankt die Kirche dem Stifterpaar Katharina von Geisbusch, Erbin zu Bollheim, zu deren Besitz auch Frauenberg gehörte, und ihrem Ehemann Johann von Hompesch, Herrn zu Tetz. Sie gaben den Auftrag für dieses Altarbild an die Kölner Malerschule, aus deren Kreis dieses Werk um 1480 entstand.
Der Bucheinband zeigt einen Ausschnitt des Bildes "Die Messe des Papstes St. Gregor" aus der Hand des Kölner Sippenmeisters. Wir haben hier das erste Portrait eines Euskircheners vor uns. Es handelt sich um den Abt des Klosters Steinfeld Rainer Hundt, der 1486 das Bild der Gregorsmesse in Auftrag gab. Die Bildaussage und den Weg der Altartafel aus Steinfeld nach Utrecht beschreibt Christoph Schaden in seinem Beitrag.
Im dritten Aufsatz dieses Bandes bringt uns Johanna Christine Gummlich einen Teil des Kirchenschatzes der Pfarrkirche St. Martin in Euskirchen nahe. Sie beschreibt eines der kostbarsten Stücke des Pfarrarchivs von St. Martin, ein handgeschriebenes Meßbuch (Missale), das mit prächtigen Ornamentinitialen ausgestattet ist. Es entstand um 1480 in der Schreibstube im Fraterhaus am Weidenbach in Köln und war ein Teil der Petersaltarstiftung der Euskirchener Familie zor Bach und der Kölner Familie Schiderich. Im Missale befindet sich ein Kanonbild aus den Werkstätten der Kölner Malerschule. Im Hintergrund der Kreuzigungsszene erkennt man silhouettenhaft die Abbildung einer Stadt, die man in Euskirchen bis heute für eine erste getreue Darstellung Euskirchens im Spätmittelalter hielt.

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Christoph Bungartz, Ralf Gier, Peter Scheulen: Von der Eifel nach Amerika - Auswanderung im Gebiet der Oberahr 1840 - 1914

Über Auswanderung ist viel geschrieben und dokumentiert worden - in Büchern und Bildern, in Ausstellungen und Filmen. Wer an Auswanderung denkt, hat das Bild der Freiheitsstatue vor Augen. In unserer Vorstellung erscheint derjenige, der den alten Kontinent verlässt, als politischer oder religiöser Flüchtling. Wie stets bei Klischees überzeichnet es die Wirklichkeit. Der Entschluss zur Überfahrt in die Neue Welt hatte ein ganzes Bündel an Motiven.
Unsere Veröffentlichung möchte für sich in Anspruch nehmen, mehr als eine lehrbuchmäßige Antwort zu geben. Indem der Blick auf einen ländlichen Kleinraum verengt wird, kann gleichsam wie in einem Brennglas die Lebenswelt in der alten Heimat mit ihrem familiären und öffentlichen Gefüge, ihren Arbeits-, Wirtschafts- und Kulturverhältnissen ebenso dargelegt werden wie ihre Entsprechungen in der neuen Heimat Nordamerika.

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Dr. R. Weitz u.a.: Nationalsozialismus im Kreis Euskirchen Band 1 + 2

In zwei Bänden mit über 950 Seiten, 350 Abbildungen und zahlreichen Tabellen werden Fakten und Einsichten zur nationalsozialistischen Zeit aus den Altkreisen Schleiden und Euskirchen vorgelegt. Wer verstehen will, wie und warum die Zeitgenossen so handelten, muss neben der Dramatik der Ereignisse und den menschlichen Tragödien den Blick auf die Verhältnisse richten, die den Alltag bestimmten – das Milieu, in dem die Menschen lebten, und den Zeitgeist, der durch epochale Geschehnisse geprägt wurde. Die Untersuchung möchte aufzeigen, warum und wie das politische und gesellschaftliche Leben damals abgelaufen ist. Sie erfasst sämtliche Städte, Ämter und größeren Gemeinden im heutigen Kreisgebiet und enthält ein umfangreiches Personen- und Ortsregister.

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Der ERSTE WELTKRIEG in regionalen Zeitzeugnissen

Vor 90 Jahren endete der Erste Weltkrieg, der zur „Urkatastrophe des Jahrhunderts“ geworden ist. Die hier vorgelegte Veröffentlichung lässt regionale Zeitzeugen der Jahre 1914 – 1918 zu Wort kommen. Die Text- und Bildquellen umfassen Zeitungsbeträge und Verwaltungsberichte, Tagebücher mit autobiographischen Aufzeichnungen und Serien von Bildpostkarten und Fotos. Die Verfasser gehören unterschiedlichen  sozialen Milieus an und stammen aus dem dörflichen wie kleinstädtischen Raum, aus Euskirchen und seiner Umgebung wie aus dem Schleidener Tal.
Im Wechsel der Perspektiven entsteht ein vielschichtiger Eindruck vom Geschehen an der Westfront wie vom Kriegsalltag in der Heimat: Kriegsbegeisterung und Soldatentum, Feindklischees und menschliche Nähe zum Gegner, Lebensangst und Friedenssehnsucht, Wirtschaftsnot und Durchhaltewillen.

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Simplicius und die Seinen

Über den Schriftsteller Heinz Küpper
Texte aus dem Nachlass – Abhandlungen – Essays

Mit Heinz Küpper (1930 – 2005) wird ein Autor vorgestellt, der zu Unrecht in Vergessenheit zu geraten droht. Er verfasste neben Romanen und Erzählungen auch Gedichte und Essays sowie Drehbücher für Fernsehfilme. Seine Beiträge zur Regionalgeschichte verweisen auf den gelernten Historiker. Was er beschrieb, waren  Vorgänge „vom Rand der Biographie“. Er blieb in seiner überschaubaren rheinischen Provinz verwurzelt, aber nur vordergründig auf einen lokalen Lebensraum beschränkt.
Sein Debüt mit Simplicius 45 (1963) brachte Heinz Küpper schnell Aufmerksamkeit und Anerkennung in der literarischen Welt des In- und Auslands. Mit Heinrich Böll verband ihn eine literarische und menschliche Nähe. Die Rezensenten sahen zu Recht in ihm einen Gesellschaftskritiker und Chronisten der Zeit. Seine späten Arbeiten sind nur einem kleinen regionalen Publikum bekannt geworden. Eine angemessene Würdigung fehlt bisher. Er hat eine größere Öffentlichkeit verdient. Als „eine markante Stimme der deutschen Nachkriegsliteratur, die nicht überhört werden darf“ würdigt ihn Karl Otto Conrady, der große Kölner Germanist.

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Die Wirbeltiere im Kreis Euskirchen

Dieses Kompendium ist die einzigartige Dokumentation der Vielfalt der im Kreis Euskirchen vorkommenden Wirbeltiere. Die Artenzusammensetzung, die Häufigkeit, mit der eine Art anzutreffen ist, sowie Veränderungen bezüglich der örtlichen Verteilung der Arten werden aufgezeigt und anschaulich dargestellt. Zusätzlich haben die Autoren umfangreiche Daten über die Tierwelt vergangener Zeitalter zusammengetragen. Dadurch wird auch die evolutionäre Entwicklung in unserer Region eindrücklich nachvollziehbar.

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