Die Reichsgräfinnen von Manderscheid-Blankenheim
von Gabriele Rünger

Die alte Adelswelt folgte den Prinzipien von Macht und Pracht – oder in den Worten der damaligen Zeit „wie es meinem standt und reputation zu kompt“. Das ist der Leitfaden, mit dem die Geschichte der Frauen des Hauses Manderscheid-Blankenheim im 17. und 18. Jahrhundert erzählt wird. Beim Aufstieg und Fall dieser bedeutenden Eifeler Dynastie haben die Töchter nicht nur zahlenmäßig den Vorrang, sie haben auch durch ihre Lebensleistung das größere Gewicht.
Die meisten Gräfinnen von Manderscheid-Blankenheim standen vor der Entscheidung: Damenstift oder Ehe?
Die Untersuchung hat ihren Ausgangspunkt bei den Damenstiften, einem spezifischen Staatstypus im Alten Reich mit eigener Verfassung, Verwaltung und Herrschaftspraxis. Anna Salome macht als „regierende“ Fürstäbtissin in Thorn und Essen den Anfang einer generationenübergreifenden Serie von Besetzungen der hochadeligen katholischen Damenstifte. Im Dienst ihrer Familie etablierte sie eine Art Sekundogenitur und betrieb Hausmachtpolitik.
Im Laufe der Zeit wurde die Heiratspolitik der Familie immer raumgreifender. Die letzten Namensträgerinnen gehörten zu den reichen und gebildeten Mitgliedern der glanzvollen kaiserlichen Hofgesellschaft in Wien.
Man begegnet unterschiedlichsten Frauen-Typen – von der frommen Nonne bis zur Femme Fatale, von der musisch begabten Kunstfreundin bis zur strengen Haushälterin oder überschuldeten Regentin, von der kinderlieben Ehefrau bis zur überzeugten unverheirateten Individualistin.
Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2026
ISBN: 978-3-948682-80-4
Zum Preis von 30,- € im Buchhandel und im Verlag Ralf Liebe erhältlich.
